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119 Einsätze – ein Mammutprogramm

Grimmen 119 Einsätze – ein Mammutprogramm

Die Freiwillige Feuerwehr Grimmen hat mit aktuell 46 aktiven Mitgliedern zu wenige Retter

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Grimmen. Jeden dritten Tag waren die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Grimmen rein statistisch 2017 im Einsatz. „Insgesamt 119 Mal wurden wir im zurückliegenden Jahr angefordert“, bilanzierte Wehrführer Olaf Clasen im Rahmen der Jahreshauptversammlung. Für die 46 aktiven Mitglieder eine echte Herausforderung. „Wir müssen weiterhin Mitglieder werben. Eigentlich müssten wir 64 aktive Feuerwehrleute in unseren Reihen haben“, betonte der Wehrführer angesichts des absolvierten Mammutprogramms im vergangenen Jahr..

OZ-Bild

Die Freiwillige Feuerwehr Grimmen hat mit aktuell 46 aktiven Mitgliedern zu wenige Retter

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Beförderungen und Auszeichnungen

Beförderung zur/zum:

Oberfeuerwehrfrau:

Susanne Dürkopp und Antje Wunder

Oberfeuerwehrmann:

Nico Stark

Oberlöschmeister:

Maik Arlt

Auszeichnung für treue Dienste:

10 Jahre: Frank Lorenz

20 Jahre: Steffen Richardt

25 Jahre: Christian

Haverbeck

50 Jahre:

Horst Langschwager

Auszeichnung mit

Ehrennadel des

Landesfeuerwehr-

verbandes

Silber: Nicole Hoffmann, Enrico Wilcke, Maik Arlt

Gold: Andreas Horn

In den zurückliegenden zwölf Monaten brauchten 33 Personen die Hilfe der Grimmener Retter. Für drei Personen konnten die Feuerwehrleute nichts mehr tun. Eine Frau verstarb bei einem Zugunglück, zwei weitere Personen wurden nach einer Türöffnung tot in ihrer eigenen Wohnung aufgefunden.

Doch das Jahr 2017 brachte auch wichtige Erkenntnisse für die Floriansjünger: „Beim schwersten Verkehrsunfall, bei dem neun Personen verletzt wurden, zeigte sich erneut, dass es bis zu einer Stunde dauert, bis wir die komplette medizinische Hilfe der Region vor Ort haben“, erklärte Olaf Clasen und forderte: „Für solche Fälle brauchen wir geschulte Leute bei der Feuerwehr, vor allem aber Medikamente und Material zur ersten medizinischen Versorgung.“ Bei dem Verkehrsunfall errichteten die Einsatzkräfte ein Zelt, in dem man sich um die Verletzten bis zum Eintreffen der Krankenwagen kümmern konnte. „In diesem Fall hat sich erneut gezeigt, warum wir so viel Technik für die unterschiedlichen Einsatzszenarien brauchen“, unterstrich Clasen. Sven Schäfer, stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, lobte das „enorme Pensum“ der ehrenamtlichen Retter, machte aber wenig Hoffnung auf personelle Besserung. „In den nächsten zehn bis 15 Jahren wird es gravierende Veränderungen geben. Es werden noch deutlich weniger Leute, die sich in der Feuerwehr engagieren“, meinte der Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes und nannte in diesem Zuge eine erschreckende Zahl. „Landesweit hören in den Jugendfeuerwehren jedes Jahr 800 Personen auf und finden nicht den Weg in die Freiwilligen Feuerwehren.“

Grimmens Bürgermeister Benno Rüster sprach die volle Unterstützung der Stadtvertreter aus. „In diesem Punkt sind wir uns einig, dass wir immer wieder in die Feuerwehr investieren müssen. Wir haben beschlossen, dass jeder Feuerwehrmann mit neuer Einsatzbekleidung ausgestattet wird“, so Rüster. Zudem war es ihm im vergangenen Jahr sehr wichtig, sich auf schwere Wetterlagen einzustellen. „Als Bürgermeister bin ich verantwortlich, dass wir darauf vorbereitet sind“, erklärt er. So wurden unter anderem sechs neue Pumpen und fünf Motorsägen angeschafft.

Raik Mielke

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