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Grimmen 132 Gedichte aus Vorpommern
Vorpommern Grimmen 132 Gedichte aus Vorpommern
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00:01 17.06.2016

Zugegeben, er hatte Zweifel: Als Jörg Ingo Krause im Frühjahr 2015 einen Gedichtwettbewerb für den Landkreis auslobte, hatte er keinen Schimmer, worauf das hinauslaufen würde. Auf schöne Verse hofften der Mann aus Drosedow bei Loitz und seine Mitstreiter. Die schönsten, erklärten sie seinerzeit, würden veröffentlicht. In Krauses früherer Heimatstadt Dülmen (zwischen Münster und Ruhrgebiet gelegen) hatte derlei ganz gut funktioniert. Doch auch in Vorpommern? Heute, ein Jahr und zweieinhalb Monate später, hat Jörg Ingo Krause Gewissheit: Auch in Vorpommern mag man Gedichte. Und: Dutzende Menschen hier schreiben selber welche. 57 Autoren hat die Lubminerin Ines Kakoschke, Lyrikerin und Mitorganisatorin des Wettbewerbs, am Ende gezählt. Alle zusammen hätten 132 Gedichte eingesandt. Kurt Scharf aus Wolgast schrieb mehrere. Ebenso Karl-Heinz Lobmann und Corinna Riccius aus Greifswald. Auch Ursula Lietz aus Potthagen bei Greifswald und Anna Basler-Abs aus Spandowerhagen beteiligten sich nicht nur einmal. 13 Arbeiten wurden im Laufe des Wettbewerb zum jeweiligen „Gedicht des Monats“ gekürt und verschiedentlich veröffentlicht. Auf der Homepage der Kurverwaltung im Seebad Lubmin etwa, in mehreren Buchhandlungen in Wolgast und auf der Insel Usedom sowie mehrmals in der OSTSEE-ZEITUNG und in Amtsblättern.

Die 13 Monatsgedichte sind nunmehr in einer Anthologie erschienen, die mit Unterstützung des Karl-Lappe-Verlags Greifswald herausgegeben wurde. „Das Buch hat mehr als 100 Seiten und enthält etwa 70 Gedichte, darunter jene, die während unseres Wettbewerbs ausgezeichnet wurden“, erläutert Ines Kakoschke. Jeder Arbeit sei das Porträt und ein persönliches Statement des Autoren beigefügt.

Am 26. Juni wollen Kakoschke und andere es erstmals der Öffentlichkeit präsentieren. Im Seebad Lubmin findet dann ein „Wochenende der Poesie“ statt, veranstaltet von der Gesellschaft der Lyrikfreunde in Mecklenburg-Vorpommern. Die letzte Verlags-Veröffentlichung von Gedichten einheimischer Autoren liege Jahre zurück, gibt Ines Kakoschke zu bedenken. Eine derartige Anthologie sei also nicht selbstverständlich. „Für die Autoren ist es eine Auszeichnung, mit ihrem Gedicht in ihr vertreten zu sein.“ Monat für Monat kürten Krause, Kakoschke und die Lyrikerin Bärbel Walter aus Karlshagen das ihrer Einschätzung nach gelungenste Gedicht. Was nicht einfach gewesen sei. Das Ergebnis, meinen sie, könne sich sehen lassen. Und ist möglicherweise Ermunterung.

Sven Jeske

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