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15-mal Hoffnung auf Fördergeld

Greifswald 15-mal Hoffnung auf Fördergeld

Im Raum Greifswald-Usedom steht die zweite Vergaberunde aus dem Leaderprogramm vor dem Abschluss

Greifswald. 15 Gemeinden, Vereine, Privatinitiativen, Unternehmen, ja auch Stiftungen im Raum Greifswald-Wolgast-Usedom hoffen auf finanzielle Unterstützung für eigene Ideen und Projekte aus dem EU-Förderprogramm Leader. In Wolgast präsentierten sie ihre Vorhaben dieser Tage einer sogenannten lokalen Aktionsgruppe (Lag). Das Gremium, dem mehr als 20 Frauen und Männer aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft angehören, soll nun entscheiden, welche der 15 Projekte im kommenden Jahr Geld erhalten.

Nach einer ersten Bewerbungsrunde 2015 hatte die Lag bereits insgesamt 14 Projekte in der Region „Vorpommersche Küste“ (Insel Usedom und die Ämter „Am Peenestrom“, Lubmin und Landhagen) zur Förderung 2016 empfohlen. Nunmehr steht die zweite Geld-Vergaberunde aus dem Leader-Topf vor ihrem Abschluss. Entschieden werde keineswegs willkürlich, beteuern Mitwirkende. Sie verweisen auf von ihnen vorab festgelegte Kriterien zur Entwicklung der Region, an denen die Projektideen von Gemeinden, Vereinen und Initiativen gemessen würden.

Die zwecks Förderung in Wolgast präsentierten Ideen- und Projekte seien mannigfaltig. Viele bezögen sich auf Kinder und Jugendliche, teilte Berit Müller, Leader-Managerin in der Kreisverwaltung, mit.

„ So soll ein historisches Schulhaus saniert und zukünftig als Begegnungsstätte zur Verfügung stehen oder Kinderspielplätze geschaffen werden. Interessant ist auch der Vorschlag, eine Mehrgenerationensport- und spielanlage aufzubauen. Vielfach wurde der Umbau von Dorfgemeinschaftshäusern als Projektidee eingereicht, so dass die Zentren des dörflichen Lebens im ländlichen Raum wieder an Attraktivität gewinnen und das Miteinander gefördert wird.“ Zudem, so Müller, seien höchst innovative Ideen, wie der Ausbau der E-Mobilität mit entsprechenden Ladestationen auf der Insel Usedom oder ein neuartiges ePendlerset als Baustein langfristig günstiger Mobilität im ländlichen Raum, präsentiert worden. „Ebenso innovativ war die Vorstellung, eine Smartphone-App für stiftungseigene Naturerbeflächen zu entwickeln – als die digitale und moderne Form eines Reiseführers.“ Die Erweiterung eines Heimatmuseums oder die Ausweisung einer Romantik-Route in der Region seien gleichermaßen vorgeschlagen worden. Nun habe die Leader-Arbeitsgruppe die Qual der Wahl.

Die steht auch der Arbeitsgruppe für die Leader-Region „Flusslandschaft Peenetal“ (mit den Ämtern Züssow, Peenetal-Loitz, Jarmen-Tutow und Anklam-Land) bevor. Sie hat gleich drei Runden für die Präsentation von Projektideen anberaumt. Am 14. September sollen all jene vorgestellt werden, die das Handlungsfeld „Natur und Kultur“ betreffen, am 21. September all jene, die Tourismus und ländliche Wirtschaftsentwicklung betreffen und am 28. September alle zum Thema Lebensqualität.“

Sven Jeske

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