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Grimmen 350 Gäste feiern Jubiläum im Naturkindergarten
Vorpommern Grimmen 350 Gäste feiern Jubiläum im Naturkindergarten
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00:17 07.05.2018
Naturverbunden spielen auch beim Geburtstag – auf der Strohhüpfburg ist das möglich. Quelle: Foto: Almut Jaekel

Fast fünf Jahre lang haben sich Luna (11 Jahre) und Lea (10) nicht gesehen. Am Sonnabend, beim 25. Geburtstag des Naturkindergarten des Jugendfreizeitvereins in Sievertshagen, haben sich die beiden ehemaligen Kindergarten-Freundinnen wiedergefunden und gleich ihre Spielgeräte von einst erneut in Beschlag genommen. „Das war so schön hier“, schwelgten beide dann in Erinnerungen. „Am besten haben mir die Tiere der Kita gefallen“, sagte Luna, die in Müggenwalde zu Hause ist. Lea wohnt in Bassin.

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Seit 25 Jahren gibt es die Kita des Jugendfreizeit- vereins in Sievertshagen.

Naturkindergarten

1993 wurde die Sievertshäger Kita als Naturkindergarten des Jugendfreizeitvereins eröffnet.

Die Angebote drehen sich um Natur- und Umwelterziehung. Dazu zählen: Kooperation mit dem Grimmener Heimattierpark und regelmäßige Besuche, Waldtage einmal pro Woche,

Ziegenfarm-Besuche im Dorf wöchentlich Ponyreiten im Kindergarten, Versorgung der eigenen Tiere wie Schweine, Schafe, Ziegen, Ponys und Kaninchen.

Um die Plätze auf Schaukeln und Klettergerüsten, auf der Strohhüpfburg, beim T-Shirt-Bemalen, Schminken, auf dem Rasentraktor oder bei der Luftballon-Modellage mussten sich die beiden teilweise regelrecht bemühen, denn immerhin hatten 350 Gäste – ehemalige und heutige Kita-Kinder, deren Familien, Partner, Eltern, Großeltern und Kollegen anderer Einrichtungen – den Weg in die damals erste Einrichtung des Jugendfreizeitvereins gefunden, die seit dem ersten Tag nach einem besonderen naturverbundenen Konzept arbeitet. Mittlerweile gibt es fünf Kitas im Verein. Alle wollten schauen, gratulieren und feiern – unter anderem beim bunten Programm mit Käpt’n Jenson.

„Wie in jeder Kita lernen die unterschiedlichsten kleinen Persönlichkeiten hier zählen, malen und Dreirad fahren, aber auch den Unterschied zwischen Frosch und Kröte und den Grund, warum die Blätter von den Bäumen fallen“, erklärte Kita-Leiterin Franziska Nickel, die gegenwärtig in einer Baby-Pause ist. Und weil der 25-jährige Erfolg des Naturkindergartens in erster Linie von den Erziehern und deren Engagement und guten Zusammenarbeit abhängt, gab es in Sievertshagen eine Eröffnungsrede der besonderen Art: Alle fünf Erzieherinnen – mit Angela Wallis und Kerstin Schneider sind zwei von ihnen seit der ersten Stunde dabei – hießen die Gäste gemeinsam willkommen und erinnerten dabei auch an vergangene Zeiten. „Wir könnten ein Buch schreiben“, sagte Angela Wallis, die mehr als 20 Jahre lang Leiterin der Einrichtung war. Noch länger im ehemaligen Schulgebäude, das erst später zum Kindergarten wurde, arbeitet Kerstin Schneider, denn sie hatte vor 34 Jahren schon zu DDR-Zeiten damals 18-jährig im Gemeindekindergarten begonnen. Stellvertreterin Maja Schmidt und Anke Steinweller lobten die gute Zusammenarbeit mit den Kollegen und Eltern. „Wir sind auch sehr zufrieden mit der Kita und den Erziehern“, sagte Susann Burghardt, deren Tochter Annabell die Einrichtung besucht und deren Sohn ab dem nächsten Jahr dort ebenfalls betreut wird. Deshalb arbeite sie im Elternbeirat und helfe gern – beim Jubiläum unter anderen mit dem T-Shirt-Bemalen, während andere Eltern sich um Grill, Getränke- und Kuchenstand kümmerten.

„Viele der einstigen Kinder sind heute groß und bringen ihre eigenen Kinder nach Sievertshagen. Oder sie übernehmen die Leitung der Kita“, erzählte Angela Wallis und spielte damit auf Franzi Nickel an, die ab Sommer 1993 ebenfalls als Kita-Kind den Naturkindergarten besuchte. Noch ein wenig früher und damit sozusagen von Anfang an lernte Clemens Kischko den Kindergarten kennen. Am Sonnabend besuchte er die Kita mit seiner Frau und den beiden Töchtern. „Es ist toll, das alles wiederzusehen“, sagte er. Und sehr schön sei auch, das seine beiden Erzieherinnen von damals noch dabei sind.

Almut Jaekel

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