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400 Kilogramm Äpfel geerntet und noch Luft nach oben

Grimmen 400 Kilogramm Äpfel geerntet und noch Luft nach oben

Der Strukturförderverein bewirtschaftet im Kleingartenverein „Am Wasserwerk“ 2050 Quadratmeter Land

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Matthias Günther, MAE-Kraft des Strukturfördervereins pflückt die Äpfel in den Projektgärten vom Baum.

Quelle: Raik Mielke

Grimmen. Apfel für Apfel pflücken die MAE-Kräfte des Strukturfördervereins für das soziale Gartenprojekt vom Baum. „Wir werden auf rund 400 Kilogramm kommen“, freut sich Koordinator Andreas Zander vom Strukturförderverein.

In den vier Projektgärten, die seit einigen Wochen von sechs Mitarbeitern bewirtschaftet werden, stehen viele alte Apfelbäume. „Es gibt in unserem Verein, aber auch in allen anderen Vereinen der Stadt so viele schöne und vor allem alte Obstbäume in den leerstehenden Parzellen. Die 400 Kilogramm sind zwar eine ganze Menge, aber es gibt noch viel größere Kapazitäten“, ist sich Wolfgang Bahls, Vorsitzender des Vereins „Am Wasserwerk“ sicher.

Sicher ist, dass die gepflückten Äpfel im Rahmen des Grimmener Bierfestes (am 8.Oktober, d.Red.) gemostet werden. „In Zusammenarbeit mit der Stadt wird gerade die anschließende Verwendung und die Finanzierung besprochen. Der Apfelsaft wird aber definitiv sozialen Einrichtung der Stadt zu Gute kommen“, betont Wolfgang Bahls und lobt das Engagement der MAE-Kräfte.

Stadtsprecher Thorsten Erdmann weiß mehr: „Im vergangenen Jahr haben wir den Apfelsaft den Kindergärten und Schulen gespendet. In diesem Jahr sind die älteren Bürger der Stadt dran“, erklärt er und beschreibt: „Der Saft geht an das Kursana-Domizil, die Pflegeeinrichtungen in Jessin und Groß Lehmhagen sowie an die Einrichtung am Grimmener Rodelberg.

„Wir sind richtig begeistert, mit welchem Elan die vier Männer und die beiden Frauen bei der Sache sind“, sagt der Vereinsvorsitzende. Bei den vier Parzellen handelt es sich um Gärten, die zum Teil seit 15 Jahren leer stehen und komplett verwildert waren. „In einem ersten Schritt ging es darum, die 2050 Quadratmeter wieder urbar zu machen. Dies war eine sehr intensive Arbeit. Zum Glück hatten wir Technik des Strukturfördervereins zur Verfügung“, freut sich Rolf Schreiber, der als Ehrenamtler das Gartenprojekt koordiniert. Im Verein gibt es derzeit einen flächenmäßigen Leerstand von 11 481 Quadratmeter. „Solch ein Projekt hilft uns enorm, weil die Parzellen wieder gepflegt werden und Einrichtungen der Stadt davon profitieren“, erklärt Wolfgang Bahls. So wird das im kommenden Jahr angebaute Gemüse und Obst der Tafel und dem Heimattierpark zu Gute kommen. „Wir haben solch ein Projekt jetzt angestoßen. Vielleicht nehmen sich andere Vereine dies als Vorbild. Es ist aus meiner Sicht eine ideale Möglichkeit der Verwilderung durch den Leerstand entgegenzuwirken“, sagt Bahls.

rm

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