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Grimmen 50. Reitturnier lockt zu Pfingsten nach Elmenhorst
Vorpommern Grimmen 50. Reitturnier lockt zu Pfingsten nach Elmenhorst
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00:00 23.04.2013
Au�er an Reitturnieren nahmen die Elmenhorster auch an vielen Veranstaltungen teil. Horst Becker (zweite Reihe, links im Bild) bei einer Veranstaltung in Bremerhagen in den 1960er-Jahren. Reproduktion: Walter Scholz
Elmenhorst

Zu Pfingsten gibt es in Elmenhorst dieses Jahr ein ganz besonderes Sportereignis: Der Reit- und Fahrverein Elmenhorst lädt zum 50. Reit- und Springturnier ein.

Reitsport gab es aber schon viel früher im Ort. Der Vereinsvorsitzende Horst Becker (76) erinnert sich. „Ich war 14 Jahre alt, als ich zum ersten Mal an Reitveranstaltungen teilgenommen habe.

Damals befand sich die Reitanlage noch beim LPG-Stützpunkt“, erzählt er. Es gab Reiterspiele mit Tonnenabschlagen oder Hindernisreiten. Die Pferde gehörten der LPG.

1963 gab es dann das erste Reit- und Springturnier, eigentlich mehr als Werbeveranstaltung gedacht. Achmed, Uschi oder Förster waren Pferde, die Horst Becker damals bei Turnieren durch den damaligen Bezirk Rostock begleiteten. Bei Turnieren wurden bestimmte Flächen mit Traktorreifen oder Seilen abgespannt. Es gab nicht nur Sprunghindernisse, sondern auch Gräben und Wälle. Die Zahl an Zuschauern wie zu DDR-Zeiten wurde nie wieder erreicht. Wenngleich Elmenhorst mit seinen Veranstaltungen immer noch sehr zufrieden sein kann. Manfred Fruhriep, Manfred Scheel oder der spätere Landstallmeister von Redefin, Hartmut Placzek, gehörten zu den sportlichen Konkurrenten von Horst Becker. Der heute 76-Jährige kann auf viele Erfolge zurückblicken. Ob es der zweite Platz bei einem Zeitspringen, der dritte Platz bei einem Glückjagdspringen in Elmenhorst oder Platz eins beim Springen 1966 in Zirkow waren — eigentlich war der Sportsmann in aktiver Zeit immer vorne mit dabei.

1968 erhielt er die Ehrennadel des Deutschen Turn- und Sportbundes (DTSB) in Bronze, 2007 wurde er vom Amt Miltzow geehrt. Alle diese Erfolge und die Bekanntheit von Horst Becker trugen mit dazu bei, dass Pfingsten und Elmenhorst immer wieder in Verbindung genannt werden.

1984 wurde der Richterturm an der Reitanlage in Elmenhorst errichtet. Pferde standen im umgebauten Kälber- und Rinderstall. Eine Bewegungshalle wurde auch in einem umgebauten Rinderstall errichtet.

Im Jahre 2000 begannen dort umfangreiche Umbauarbeiten, die dann binnen einer Nacht zunichte gemacht wurden. Ein Sturm trug das ganze Dach weg. Ein Versicherungsfall. Der damalige Bürgermeister Wolfgang von Es unterstützte in der Zeit den Verein sehr und 2002 konnte die Halle wieder genutzt werden. Seit 15 Jahren gibt es eine Flutlichtanlage. Viele ehrenamtliche Arbeitsstunden wurden jedes Jahr an der Anlage geleistet, ob am Parcours oder dem Dressurviereck. Viele Jahre lang gab es sogar noch einen „Tag des Pferdes“ im Herbst. Doch ist die Zahl der Mitglieder zurückgegangen. „Wir können es nicht mehr alleine schaffen, zumal wir zurzeit mehr Kinder als erwachsene Mitglieder im Verein haben. Es waren einst über 80 Mitglieder“, schaut Horst Becker wehmütig zurück.

Klar, dass in den 50 Jahren auch nicht immer alles rund lief. Da gab es Mitglieder mit klugen Ideen, bei deren Umsetzung sie aber nicht mitmachen wollten, sich eher verabschiedeten. Doch die insgesamt vielen Erfolge machten immer wieder Mut. So erreichte zum Beispiel Sylvia Becker mit ihren Pferden Desney, Diadra, Trafispa oder Camerou Siege bis hin zur M-Klasse. Auch Daniel Glawe schrieb mit seinem unvergesslichen „Asterix“ Geschichte für den Verein.

Die Turniere wurden in den vergangenen Jahren auch zu Volksfesten mit Schaustellern und anderen Anbietern. So gehörte Dr. Hans Dombert viele Jahren zu den aktivsten Turnierbegleitern. Nicht unerwähnt sein soll das große Engagement von Norbert Wiech. Manch Einsatz seiner Technik und anderem Material war für den Reit- und Fahrverein bis heute eine wertvolle Hilfe. „Ich schätze die ehrenamtliche Arbeit des Vereins. Was hier in all den Jahren geleistet wurde, verdient Hochachtung. Der Verein machte und macht beste Werbung für unser Dorf“, betont Norbert Wiech. „Das Turnier ist über unsere Landesgrenzen hinaus bekannt. Ein großes Dankeschön an die fleißigen Organisatoren“, sagt Heinz Hopp, Bürgermeister im Ruhestand, der immer ein Herz für den Verein hat.

Ein tolles Turnier soll es auch Pfingsten 2013 geben, das wünschen sich Horst Becker und seine Mannschaft.

Flutlicht schon seit 15 Jahren
1958 wurde der Reit- und Fahrverein gegründet.

1963 fand das erste Turnier statt.

15 Jahre lang gibt es die Flutlichtanlage, die auch abendlichen Springwettbewerb möglich macht.

1993 war die damalige Bundesministerin Angela Merkel zu Besuch.

23 Mitglieder trainieren heute beim Verein.

Walter Scholz

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