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Grimmen A-20-Krater: Behelfsbrücke kann nicht gebaut werden
Vorpommern Grimmen A-20-Krater: Behelfsbrücke kann nicht gebaut werden
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00:00 06.12.2017
Tribsees

Die geplante Behelfsbrücke über das abgesackte Teilstück der A 20 bei Tribsees kann nicht gebaut werden. Straßenbauverwaltung und Verkehrsministerium gehen aufgrund der Baugrunderkundung nicht mehr davon aus, dass der ebenfalls im Moor liegende Teil der A 20 hinter dem Krater noch tragfähig genug ist, um den mit einer Behelfsbrücke verbundenen Verkehr tragen zu können, teilte das Ministerium gestern mit. Für Anwohner und Autofahrer bedeutet das noch mehr Belastungen.

„Wir werden jetzt unsere Kräfte auf die Reaktivierung der ehemaligen Behelfsstraße östlich von Langsdorf konzentrieren, damit diese den Verkehr während der Bauzeit aufnehmen kann“, sagte Minister Christian Pegel (SPD). Eigentlich sollte die knapp 100 Meter lange Behelfsbrücke bis zum Beginn der nächsten Tourismussaison fertig werden. Die neue Entlastungsstrecke soll nun frühestens im Sommer 2018 eröffnet werden.

Der Bürgermeister des besonders vom Umleitungsverkehr betroffenen Ortes Langsdorf, Hartmut Kolschewski, zeigte sich wenig überrascht: „Es ist das eingetreten, was wir befürchtet haben.“ Die A 20 war auf diesem Abschnitt über ein Moor gebaut worden. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei einem 800 Meter langen Damm der Schaden nach 70 Metern endet“, sagte Kolschewski der OZ. „Jetzt muss massiv an der Alternative gearbeitet werden.“

Die Langsdorfer hatten sich in einer Petition an Pegel für den Neubau der Behelfsstraße eingesetzt, die für den Bau der A 20 genutzt und danach weitgehend abgebaut worden war. Das hatte das Verkehrsministerium zunächst nur als Notlösung für den jetzt eingetretenen Fall erwogen, dass die Brücke nicht gebaut werden kann.

Erst vor wenigen Tagen hatte es noch positive Signale von der Baustelle gegeben: Bei Probebohrungen waren die Arbeiter in 22 Meter Tiefe auf festen Boden gestoßen (die OZ berichtete). Das war als gutes Zeichen dafür gewertet worden, dass die Behelfsbrücke gebaut werden könne.

Der Sprecher des Landestourismusverbandes, Tobias Woitendorf, zeigte sich entsprechend enttäuscht: „An diesen Strohhalm haben sich viele geklammert.“ Auf dem Landestourismustag in der vergangenen Woche sei deutlich geworden, wie besorgt die Branche wegen der schlechten Erreichbarkeit der Ferienorte im Landesosten sei. „Es gibt bereits Anzeichen dafür, dass dies die Entwicklung des Tourismus in den östlichen Urlaubsregionen bremsen könnte“, so Woitendorf.

Axel Büssem

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