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A 20: Sackt auch die Gegenfahrbahn ab?

Grimmen/Tribsees A 20: Sackt auch die Gegenfahrbahn ab?

Verkehrsministerium lässt die Trasse bei Tribsees (Landkreis Vorpommern-Rügen) untersuchen.

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Vor-Ort-Termin auf der A 20 bei Tribsees: Ronald Normann, Manfred Rathert und Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD, v.l.).

Quelle: Ministerium Für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

Grimmen/Tribsees. Muss die A 20 bei Tribsees (Landkreis Vorpommern-Rügen) bald vollständig gesperrt werden? Nachdem vor eineinhalb Wochen eine Fahrbahn auf 100 Metern Länge um einen halben Meter weggesackt war, kündigte Landesverkehrsminister Christian Pegel (SPD) jetzt auch die Überprüfung der anderen Fahrbahn an. Diese scheint bislang stabil, über sie rollt derzeit in beide Richtungen jeweils einspurig der Verkehr. Mittels Höhenmessungen sollen hier jetzt vorsorglich eventuelle Absenkungen frühzeitig ermittelt werden.

Zudem soll der Untergrund des gesamten Damms an der Trebeltalbrücke auf einer Länge von etwa 1000 Metern untersucht werden, heißt es aus dem Verkehrsministerium. „Wir haben uns dabei keine Denkverbote auferlegt und versuchen, für jeden denkbaren künftigen Fall ausreichend vorbereitet zu sein“, erklärte Pegel.

Bis die Ergebnisse der Gutachten vorliegen, werden „bereits vorsorglich Maßnahmen geprüft, die veranlasst werden müssten, wenn auch die zweite Richtungsfahrbahn von Setzungen betroffen wäre“. Solche Maßnahmen wären die weitere Absenkung der Höchstgeschwindigkeit oder die Sperrung für den kompletten Lkw-Verkehr sowie die Einrichtung von Umleitungsstrecken. Außerdem wird geprüft, ob eine etwa 100 Meter lange Behelfsbrücke im Bereich der gesperrten Fahrbahn in Richtung Rostock gebaut werden muss.

Vor elf Tagen war der Autobahnabschnitt in Richtung Rostock bei der Anschlussstelle Tribsees voll gesperrt worden. Einige der 80 unterirdischen Betonpfeiler der Autobahntrasse könnten abgeknickt sein, vermuten die Fachleute des zuständigen Landesamtes für Straßenbau und Verkehr in Güstrow. Die Pfeiler bohren sich bis zu 25 Meter tief durch den moorigen Untergrund, eine Torfschicht nahe der Trebel, in festen Grund. Die Reparaturarbeiten sollen mindestens zwei Jahre dauern und mehrere Millionen Euro kosten.

OZ

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Tribsees/Rostock
1000 Kubikmeter Sand sind an der A20 abgerutscht.

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