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Grimmen A-20-Umleitung: Hier werden 300 Raser pro Tag geblitzt
Vorpommern Grimmen A-20-Umleitung: Hier werden 300 Raser pro Tag geblitzt
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09:32 14.03.2018
Der Blitzer in Langsdorf an der A-20-Umleitung ist für den Landkreis Vorpommern-Rügen eine  Goldgrube. Quelle: Peter Franke
Langsdorf

Der A-20-Krater bei Tribsees erweist sich für den Kreis Vorpommern-Rügen als Goldgrube. Bis zu 300 Mal am Tag rasen Autos an der Umleitungsstrecke zu schnell in die beiden Blitzer. Nun muss der Kreis neue Mitarbeiter einstellen. Auch woanders brummt das Geschäft gegen die Raserei.

„Es blitzt täglich 250 bis 300 Mal.“

Zum Jobwunder haben sich die Blitzer in Langsdorf und Böhlendorf bei Tribsees entwickelt. Seit Monaten schieben sich Autokolonnen über die Tempo-30-Strecke. Viele halten sich nicht an die Begrenzung. „Es blitzt täglich 250 bis 300 Mal“, sagt Kreissprecher Olaf Manzke. Am Wochenende sogar noch öfter. Folge: Der Kreis müsse beim Personal aufrüsten. Denn jeder Blitz setze eine Kette von Verwarn- oder sogar Bußgeldverfahren in Gang. Daher werde die Zahl der Mitarbeiter in diesem Bereich auf 16 verdoppelt.

Mit Tempo 80 durch Langsdorf

Verständnis kommt vom Automobilclub ADAC Hansa. „Grundsätzlich ist unsere Position zu Blitzern kritisch, da man sich dem Vorwurf der Abzocke aussetzt“, so Sprecher Christian Hieff. Allerdings könnten Kontrollen auch beruhigend auf Verkehrsteilnehmer wirken. Sie sollten eingesetzt werden, „damit die Leute den Fuß vom Gas nehmen“. Allerdings, so der ADAC, müssten die Blitzer vorher deutlich angekündigt werden. Das tue der Landkreis, so Manzke. „Wir müssen die Anwohner schützen.“ Die schnellsten Autos seien mit „über 80 km/h“ durch die 30er-Zone geschossen. Laut Bußgeldkatalog bedeutet dies innerorts zwei Punkte, 280 Euro Geldbuße und zwei Monate Fahrverbot. Was verwundere: Meistens schieben sich die Autos Stoßstange an Stoßstange durch Langsdorf und Böhlendorf. Dazwischen sei aber offenbar immer noch genügend Zeit für Raserei.

Kreis hat zwölf stationäre Blitzer

Insgesamt hat der Kreis zwölf stationäre Blitzer, zudem zwei Mitarbeiter, die mobil messen. Im Vorjahr seien knapp 1,2 Millionen Euro in die Kasse geflossen. Mit Langsdorf und Böhlendorf dürften sich die Einnahmen etwa verdreifachen.

OZ

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