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Grimmen A-20-Umleitung hat beim Winterdienst hohe Priorität
Vorpommern Grimmen A-20-Umleitung hat beim Winterdienst hohe Priorität
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00:01 08.11.2017
Im Ernstfall können die Mitarbeiter der Grimmener Straßenmeisterei – hier die Straßenmeister Maik Arlt (r.) und Henry Wilde (im Auto) – einen Laster innerhalb weniger Minuten mit einem mächtigen Schneeschieber bestücken. FOTOS (2): PETER FRANKE

In der Frostnacht zu gestern gab es für die Grimmener Straßenwärter noch keinen Alarm, obwohl am Morgen viele Autobesitzer die Scheiben ihrer Fahrzeuge vom Eis befreien mussten. „Das Erdreich ist noch so warm, da konnte nichts passieren“, weiß Frank Denker. Wann der erste Schnee auf die Autofahrer lauert? Nein, das könne er leider auch nicht vorhersagen, erklärt der Leiter der Grimmener Straßenmeisterei. Der Winterdienst seiner Meisterei sei aber auf Eis und Schnee vorbereitet, versichert der 55-Jährige. Das habe auch die alljährliche „Winterdienstüberprüfung“ seitens des Straßenbauamtes Stralsund im Oktober ergeben. „Es wurden keine Mängel festgestellt“, informiert Denker.

Wir haben 750 Tonnen Salz für den Winterdienst in unserer Salzhalle eingelagert.Frank Denker Leiter Straßenmeisterei Grimmen

Wenn sich das in nächster Zeit ändern sollte, stehen die Winterdienstler bereit. Die vier Lastwagen der Meisterei sind das Jahr über im Bereich der „normalen Straßenunterhaltung“ eingesetzt, wie Frank Denker es formuliert. Dazu zählen unter anderem das Reparieren der Bankette nach Unfällen, aber auch Transporte wie jene von Holz nach Baumfällarbeiten. Für den Einsatz bei Winterwetter können die Autos innerhalb weniger Minuten umgerüstet und mit so genannten Räum- und Streueinheiten bestückt werden. Das sind Schneeschiebeschilde und Behälter, die mit Streusalz befüllt werden. „750 Tonnen Salz haben wir in unserer Salzhalle eingelagert“, berichtet Frank Denker. Das Streumittel komme aus heimischer Produktion und werde im Salzbergwerk Bernburg abgebaut.

21 Straßenwärter arbeiten für die Grimmener Straßenmeisterei, berichtet deren Chef Frank Denker. Dazu zählen auch ein Schlosser und ein Platzwart sowie zwei Kollegen, die in der Streckenaufsicht tätig sind. „Das ist sozusagen unsere eigene Polizei“, macht Denker einen Vergleich.

Im Falle von Schnee und Eis sei vom Land vorgegeben, dass die Straßen zwischen 6 und 22 Uhr in einem befahrbaren Zustand gehalten werden müssen, informiert Denker. Für die Grimmener Straßenwärter bedeutet das eine Strecke von 300 Kilometern unter den Rädern, davon 50 Kilometer Bundes-, 150 Kilometer Landes- und 100 Kilometer Kreisstraßen. Für den Winterdienst auf Radwegen wird ein sogenannter Kleingeräteträger eingesetzt. Zeitlich anders als sonst wird sich das Beräumen der Strecke gestalten, die jetzt als Umleitung für die gesperrte A 20 genutzt wird. Das betrifft die L 19 von Langsdorf in Richtung Bad Sülze sowie die L 23 bis nach Böhlendorf sowie die Kreisstraße NVP 9, die in Richtung Breesen führt. „Der Bereich der Umleitung wird in der Prioritätenliste nach oben rücken“, versichert Denker.

Bei Winterwetter beginnt die Arbeitszeit der Straßenwärter schon um 3 Uhr. Je nach Heftigkeit der Wetterlage werden die Straßenprofis von Firmen aus der Region unterstützt, die insgesamt mit nochmals vier Fahrzeugen ausrücken können. „Im Ernstfall helfen auch Landwirte mit ihren Traktoren“, weiß Frank Denker.

Für die Mitarbeiter sei der vorige Winter „keine wirkliche Herausforderung gewesen“, stellt der Chef der Straßenmeisterei fest. „Wir nehmen es so, wie es kommt. Aber es muss nicht unbedingt wie ’79 sein.“

Peter Franke

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