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Grimmen A 20 bekommt Behelfsbrücke
Vorpommern Grimmen A 20 bekommt Behelfsbrücke
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13:04 01.03.2018
Mit Hilfe von Behelfsbrückenelementen soll der Straßendamm westlich der Trebeltalbrücke auf seiner gesamten Länge von 700 Metern so wieder einspurig in jede Richtung befahrbar gemacht werden. Quelle: Verkehrsministerium
Tribsees

Die eingestürzte Autobahn 20 bei Tribsees soll für die Dauer der Instandsetzung des Straßendamms provisorisch überbrückt werden, teilte das Verkehrsministerium mit. Mit Hilfe von Behelfsbrückenelementen soll der Straßendamm westlich der Trebeltalbrücke auf seiner gesamten Länge von 700 Metern so wieder einspurig in jede Richtung befahrbar gemacht werden. Die Behelfsbrücke wird auf der südlichen Fahrbahn in Richtung Stettin errichtet. Die Straßenbauverwaltung rechne mit einer Realisierung noch im Verlauf dieses Jahres, hieß es weiter. Zur Zeit laufe die Ausschreibung für die Brückenelemente.

„Mit dem Rückführen des Verkehrs auf die Autobahntrasse werden nicht nur die Menschen an den bisherigen Umleitungsstrecken entlastet. Diese Lösung wird auch den Verkehrsfluss verbessern und trägt zudem schon zur endgültigen Instandsetzung des Autobahndamms bei“, sagte Verkehrsminister Christian Pegel (SPD). Die Behelfsbrücke werde auf großen Bohrpfählen gegründet, auf denen später auch das zu erneuernde Autobahnteilstück ruhen soll. „Das spart Zeit und Kosten bei der endgültigen Instandsetzung. Und wir gehen davon aus, dass wir mit der Behelfsbrückenlösung deutlich früher fertig sein werden, als wir es mit dem Ableiter können“, betonte Pegel.

„Wir hatten ganz zu Beginn bereits auf eine Behelfsbrückenlösung im Bereich der Schadstelle gesetzt, konnten diese aber wegen der unzureichenden Stabilität des Damms nicht realisieren“, erläuterte Pegel. Daraufhin rückte die Wiedereinrichtung der alten Baustraße, des so genannten Ableiters, in den Fokus. „Aufgrund der Schwierigkeiten beim Grundstückserwerb ist jedoch nach wie vor unklar, ob und wie schnell sich dieser realisieren ließe. Mittlerweile gehen wir davon aus, dass er nicht vor 2019 in Betrieb genommen werden könnte“, so der Minister.

Nach intensiven Untersuchungen und Recherchen sei es dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr gelungen, ein machbares Konzept für eine neue Behelfsbrückenlösung, jetzt über die gesamte Dammlänge, zu entwickeln. Pegel: „Die Ausschreibung der benötigten Brückenelemente ist bereits erfolgt. Die Angebote sollen Anfang März vorliegen.“ Bis Ende März sollen zudem die Angebote für die Gründung der Behelfsbrücke eingegangen sein. „Dieser Auftrag wird in den kommenden Tagen ausgeschrieben“, so Pegel weiter.

Die Ergebnisse dieser Ausschreibungen werden zeigen, wie teuer diese Variante wird. „Ich gehe aber davon aus, dass diese Brückenlösung deutlich günstiger wird als der Bau des Ableiters, für den wir inzwischen bis zu 15 Millionen Baukosten einkalkuliert haben“, sagte Pegel. „Hauptargument für unsere Entscheidung zugunsten dieser Variante ist aber die voraussichtlich schnellere Umsetzbarkeit sowie der bessere Verkehrsfluss.“

Zu den praktischen Auswirkungen für die Autobahnnutzer erklärte Ronald Normann, Chef der Autobahnabteilung des Landesamtes: „Nach der Fertigstellung der Behelfsbrücke kann der Verkehr auf einer Spur je Richtung über die beschädigte A 20 rollen. Parallel wird die Richtungsfahrbahn Rostock mit Hilfe einer Brückenlösung instandgesetzt. Nach der Fertigstellung der ersten Brückenhälfte wird der Verkehr auf diese verlegt und dann die Richtungsfahrbahn Stettin in gleicher Weise instandgesetzt.“ Damit sollen insbesondere die vom Verkehr geplagten Anwohner in Langsdorf wieder entlastet werden.

Pegel hofft, dass der Verkehr zum Ende dieses Sommers so wieder über die A 20 rollen kann. „Es gibt noch viele Unwägbarkeiten. Wir müssen vor allem die Ausschreibungsergebnisse für die Gründungsarbeiten abwarten. Aber wir wollen möglichst schnell vorankommen.“

Die A20 war im September vergangenen Jahres in einem Moorgebiet in der Nähe von Tribsees plötzlich in sich zusammengesackt. Als wahrscheinlichste Ursache gilt eine zu schwach ausgelegte Gründungskonstruktion mit tausenden dünnen Säulen aus Sand und Beton.

Benjamin Fischer

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