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Ab heute gibt es frischen Apfelsaft

Elmenhorst Ab heute gibt es frischen Apfelsaft

Mostsaison begann in Elmenhorst / Familienbetrieb investierte in „Flascheninspektor“

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Juniorchef Hannes Derer kippt angelieferte Äpfel auf das Förderband, das die Früchte zum Pressen transportiert.

Elmenhorst. „Das ist in jedem Jahr etwas ganz Besonderes“, schwärmt Klaus Derer (60), Firmenchef der Familienmosterei in Elmenhorst. Wenn der erste Apfelsaft der Saison frisch gepresst werde, sei der Geruch auch nach 32 Jahren Praxis in der Mosterei noch immer faszinierend. Und gestern Vormittag war es wieder soweit: Der erste Apfelsaft des Jahrgangs 2016 floss und Klaus Derer, der 1984 in der Mosterei anfing und sie 1988 kaufte, genoss genauso wie seine vier Mitarbeiter und die Kunden den intensiven Apfelduft – trotz der Hektik, die in jedem Jahr im Familienbetrieb herrscht, wenn die Mosterei öffnet und die Kunden beginnen, Äpfel anzuliefern.

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Mostsaison begann in Elmenhorst / Familienbetrieb investierte in „Flascheninspektor“

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Öffnungszeiten

Ab heute gibt es in der Mosterei Derer in Elmenhorst frischen Apfelsaft. Seit gestern wird gepresst.

Geöffnet ist die Mosterei von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr sowie Sonnabend von 9 bis 12 Uhr.

Die Mostsaison geht voraussichtlich bis zum 5. November.

Hektisch ist es in diesem Jahr auch des deshalb, weil bis gestern Morgen noch Tomaten aus Lüssow gepresst wurden. „1,5 Tonnen wurden nochmal angeliefert – jetzt, wenn eigentlich die Apfelsaison losgeht“, sagte Derer. Trotzdem werden Äpfel seit gestern gemostet. Ab heute wird der Saft abgefüllt und es gibt ihn auch zu kaufen.

Damit alles noch reibungsloser und sicherer läuft, haben Derers investiert – im Betrieb arbeiten neben Klaus Derers auch Frau Birgit (59) und Junior-Chef Hannes (33). Für etwa 50000 Euro gehört jetzt ein sogenannter „Flascheninspektor“ zur technischen Ausrüstung des Unternehmens. Er prüft automatisch, ob die einzelnen Flaschen nach dem Waschmaschinengang noch verunreinigt oder defekt sind und sortiert, wenn notwendig, aus. „Das ist für uns und natürlich für die Kunden eine zusätzliche Sicherheit“, sagt Birgit Derer.

Zu den Stammkunden in Elmenhorst gehört Günter Smolka. In Eimern, Kisten und Wannen bringt er die Äpfel aus seinem Garten in Steinhagen in die Mosterei. Und er nimmt jede Menge Säfte mit. „Am liebsten den trüben Apfelsaft, den mag mein Enkel gern. Und Blutorangensaft“, sagt er. Die Apfelernte 2016 sei gut.

„Bei mir ist sie aber immer gut“, prahlt Günter Smolka ein bisschen. Denn er beschneidet seine Bäume selbst und mit viel Mühe. Auch von den Birnen- und Pflaumenbäumen würde er deshalb meist gut ernten. Nur bei den Kirschen seien die Stare in diesem Jahr schneller gewesen.

Mit ganzen Stiegen voller Äpfel fahren Mitarbeiter der Stralsunder Firma Rewa (Regionale Wasser- und Abwassergesellschaft Stralsund mbh) auf den Hof der Mosterei. Zum Unternehmen gehört eine Fläche mit Obstbäumen. Deren Ernte lieferten die Mitarbeiter ab und holen sich dafür Saft, erzählen sie, während sie aufs Abladen warten. Denn am zweiten Tag der Saison herrscht Hochbetrieb auf dem Hof.

„Die Leute sind alle noch aufgeregt und können es kaum erwarten“, sagt Birgit Derer. Und zwischen Saftkästen stapeln, Aufträgen annehmen und dem Kassieren navigiert sie neue Kunden per Telefon gekonnt nach Elmenhorst. Und eine weitere Aufgabe hat Birgit Derer an den ersten beiden Saisontagen: Sie muss viele ihrer Kunden vertrösten, denn der Apfelsaft aus dem Vorjahr ist alle und frischer wird erst ab heute wieder abgefüllt.

„Dann kommen wir nochmal wieder“, ist sich Matthias Baumgart aus Langsdorf sicher. Auf 10000 Quadratmetern wachsen dort allerlei Obstbäume, deren Saft der Langsdorfer nicht nur für sich selbst liebt, sondern auch für die eigene Gaststätte im Ort kauft, um ihn wiederum seinen Gästen anzubieten. Matthias Baumgart fährt aber gestern nicht ohne Saft wieder zurück. Denn zum Mostangebot in Elmenhorst gehört nicht nur Apfelsaft. Birnen, Hollunder, auch exotische Säfte und besondere Mischungen gibt es. „Doch am allerliebsten haben unsere Kunden den Apfelsaft“, ist Birgit Derer überzeugt.

Und nicht nur, weil er frisch gepresst so verführerisch riecht.

Almut Jaekel

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