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Abfallgebühren für Gärtner geringer als erwartet

Grimmen Abfallgebühren für Gärtner geringer als erwartet

Die Neuorganisation der Abfallentsorgung sorgte bei den Kleingärtnern der Stadt vor einigen Wochen für Verwirrung.

Grimmen. Die Neuorganisation der Abfallentsorgung sorgte bei den Kleingärtnern der Stadt vor einigen Wochen für Verwirrung.

Soll sich jeder Gärtner nun eine Abfalltonne in die Parzelle stellen und diese regelmäßig abholen lassen? „Diese und andere Fragen haben uns auch sehr kurzfristig erreicht und dadurch, dass wir dieses Thema mehr oder weniger aus der Presse erfahren haben, mussten wir uns erstmal detailliert mit der Gesetzeslage auseinandersetzen”, erklärt Wolfgang Bahls vom Kleingartenverein „Am Wasserwerk”. Der Verein blickte bei seiner Jahreshauptversammlung am vergangenen Sonnabend auf das Jubiläumsjahr 2015 zurück und informierte seine Pächter über Neuerungen für 2016.

Die bereits angesprochene Abfallproblematik erwies sich auch durch den schnellen Kontakt des Vorsitzenden zum Kreisverband der Kleingärtner, aber auch direkt zum Landrat als weniger schlimm als erwartet. „Wir haben schon immer eine Abfallgebühr bezahlt”, beschreibt er.

Diese belief sich für den gesamten Verein auf rund 40 Euro. „Als Gegenleistung gab es die blauen Säcke, die an die einzelnen Gartenfreunde verteilt wurden”, so Bahls. Künftig steht dem Verein nun in den Sommermonaten eine kleine Abfalltonne zur Verfügung. „Für den Sommerzeitraum zahlen wir künftig eine Gebühr von insgesamt 24,32 Euro — das ist sehr vertretbar und wir haben zudem die Möglichkeit, im Falle einer Gartenauflösung beispielsweise Sperrmüll anzumelden”, informierte der Vorsitzende seine Laubenpieper.

Der Verein, der mit seinen 76 Mitgliedern rund 40 000 der zirka 51 700 Quadratmeter großen Anlage bewirtschaftet, hat derzeit 19 leerstehende Gärten zu verzeichnen.

„Dies sind fast 10 000 Quadratmeter unbewirtschaftete Fläche”, betonte Bahls und erklärte somit die auf elf Arbeitseinsätze gestiegene Zahl. Auch auf die Frage wie man die brachliegenden Flächen, die zum Teil nach Angaben des Vorsitzenden kaum noch zu verpachten seien, sinnvoll nutzen kann, erklärte er: „Vielleicht kann man diese Flächen auch als Streuobstwiesen nutzen. Wir machen uns über diese Problematik ständig Gedanken und versuchen immer wieder, Lösungen zu finden.”

So auch bezüglich der aktuell passenden Thematik des Verbrennens von nicht kompostierbaren Gartenabfällen. „Wir haben bis dato stets Gemeinschaftsverbrennen organisiert, welche jedoch diesbezüglich ausgenutzt wurden, dass Unrat auf den Verbrennplatz geschafft wurde”, erklärte Wolfgang Bahls und informierte seine Vereinsmitglieder, dass künftig wieder jeder Gärtner für sein Feuer in seiner Parzelle verantwortlich ist. „Ich kann mir gut vorstellen, dass das Verbrennen auch in Grimmen irgendwann ein Ende hat. Wir wollen darum in naher Zukunft Gespräche zu Abfallfirmen suchen, um beispielsweise nicht kompostierbare Gartenabfälle mittels Tonnen im Frühjahr und Herbst abfahren zu lassen”, erklärte der Vereinsvorsitzende.

Mit der Wahl des neuen Vorstanden endete in der Grimmener „Klönstuv” die Jahreshauptversammlung, an der 42 der 76 Mitglieder teilnahmen.

Von Raik Mielke

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