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Abitur: Immer mehr Schüler wollen den besten Abschluss

Abitur: Immer mehr Schüler wollen den besten Abschluss

Anteil der Gymnasiasten steigt in Vorpommern-Rügen weiter an / Experten: Eltern haben Notwendigkeit erkannt

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Abitur: Immer mehr Schüler wollen den besten Abschluss

Beste Bildung: Immer mehr junge Menschen in Vorpommern-Rügen streben nach dem Abitur.

Quelle: Foto: Ute Grabowsky

Grimmen. Immer mehr Schüler im Land entscheiden sich, das Abitur zu machen. Und der Trend zur Hochschulreife ist auch im Kreis Vorpommern-Rügen sichtbar. 467 Absolventen schlossen im Jahrgang 2015/16 damit ab. 2012/13 waren es nur 364. Grund für die steigende Zahl an Abiturienten im Kreis seien nicht nur die geburtenstarken Jahrgänge, sondern auch der Wille von Eltern und Schülern, den bestmöglichen Abschluss zu machen, um erfolgreich ins Berufsleben starten zu können.

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Anteil der Gymnasiasten steigt in Vorpommern-Rügen weiter an / Experten: Eltern haben Notwendigkeit erkannt

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Eltern wollen besten Abschluss

„Der Grund für diese Entwicklung ist klar: Die Kinder sollen größere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben“, schätzt Sigrid Schermuk, Schulleiterin am Damgartener Gymnasium „Richard Wossidlo“, ein. 464 Schüler werden dort zurzeit in 19 Klassen unterrichtet. Alle streben die Hochschulreife an. Ausschlaggebend sei vor allem, die beste Schulbildung für ihre Kinder zu bekommen.

Während sich die allgemeine Absolventenzahl an den hiesigen Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien vom 2012 bis 2015 von 1320 auf insgesamt 1552 Schüler erhöhte, wuchs auch die Abiturienten-Zahl in diesem Zeitraum um 103 Schüler. Der entsprechende Schulabgänger-Anteil erreichte zuletzt im gesamten Landkreis Vorpommern-Rügen mit 467 Abiturienten rund 30,1 Prozent – ein durchschnittliches Ergebnis für eine Region mit überwiegend ländlichem Charakter. Die Frauenquote lag dabei bei 56,3 Prozent.

Ländlicher Raum holt auf

Rainer Schmidt, Leiter des Schulzentrums Barth, weiß: „Diese Entwicklung ist schon lange zu beobachten. Inzwischen haben Eltern und Schüler die Notwendigkeit, das Abitur zu machen, erkannt.“ Schon vor 20 Jahren hätte diese Entwicklung eingesetzt. In den 1990er-Jahren seien in den größeren Städten wie Rostock und Greifswald schon annähernd 40 Prozent der Schüler Abiturienten gewesen. „Im ländlichen Raum – wie bei uns in und um Barth – gleicht sich das nun langsam an“, sagt Schmidt. Die Schüler seien stärker gewillt, ihre Chancen zu nutzen.

Dass dieser bundesweite Trend auch in Vorpommern-Rügen zu spüren ist, bestätigt auch Norbert Kasch. Der Schulleiter des Grimmener Gymnasiums weiß aber zudem: „Es liegt auch an den Schulen selbst, die Eltern und Schüler zum Abitur zu ermuntern.“ Empfehlungen für das Gymnasium nähmen Eltern in den vergangenen Jahren öfter an. „Bildung ist etwas wert. Es ist gut, dass das bei den Schülern ankommt“, sagt Kasch, an dessen Schule etwa 420 Kinder und Jugendliche unterrichtet werden.

Auch die Gymnasien in Stralsund und Bergen platzen aus allen Nähten. 850 Schüler werden zurzeit insgesamt allein im Schulzentrum am Sund in Stralsund unterrichtet. „Die Zahl unserer Schüler ist insgesamt drastisch gestiegen“, sagt Schulleiterin Regina Landt. Und: „Die Anforderungen für Berufsausbildungen werden größer. Somit wollen immer mehr Schüler auch bei uns das Abitur machen.“

118 Schüler ohne Abschluss

Dem Aufschwung der Abiturienten-Zahlen stehen aber auch 118 Schüler entgegen, die die Schule ohne Abschluss verließen. Aber: An den Realschulen im Kreis haben 712 Jugendliche ihre Mittlere Reife gemacht. Somit entscheiden sich die meisten Schüler im Kreis immer noch für diesen Abschluss.

Michaela Krohn

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