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Achtung, Kontrolle: Wenn die Polizei im Auto Drogen findet

Stralsund Achtung, Kontrolle: Wenn die Polizei im Auto Drogen findet

301 Fahrzeuge haben die Beamten letzte Woche in Stralsund angehalten. Bei gewissen Anzeichen mussten sich die Fahrer Atem- und Urintests unterziehen. Ein Erlebnisbericht.

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Hat der 18-Jährige noch mehr Drogen dabei? Zwei Beamte durchsuchen den jungen Mann, bei dem zuvor Hasch gefunden wurde. Fotos (2): Elisabeth Woldt

Stralsund. — Nieselregen, Temperaturen um die 5 Grad Celsius und ruhiger Nachmittagsverkehr an der Greifswalder Chaussee. Da hält ein Polizeibeamter kurz hinter der Bahnbrücke bei der Brauerei plötzlich seine rote Kelle raus und winkt den Fahrer auf den Parkplatz der Autowerkstatt, wo bereits drei seiner Kollegen warten. „Guten Tag, allgemeine Verkehrskontrolle.

Würden Sie mir bitte ihre Fahrzeugpapiere zeigen?“

Insgesamt 301 Fahrzeuge wurden so an einem von zehn Standorten oder von drei mobilen Kontrollen der Polizei in der Hansestadt am Donnerstag kontrolliert. 32 Polizeibeamte aus dem gesamten Inspektionsbereich waren für die erste themenbezogene Verkehrskontrolle des Jahres in Stralsund im Einsatz, berichtet der Leiter des Polizeihauptreviers Dietmar Grotzky. Diesmal lag der Fokus auf Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. Alkohol am Steuer sei noch immer eine der zentralen Unfallursachen. „37 Verkehrsunfälle haben wir 2014 unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen im Inspektionsbereich verzeichnet“, erklärt Grotzky. 555 Mal hätten sie bei Kontrollen alkoholisierte Fahrer rausgezogen. „Die Beamten arbeiten da mit Erfahrungswerten“, erklärt der Revierleiter.

„Alkoholgeruch im Auto zum Beispiel ist ein wichtiger Anhaltspunkt.“ Das fange bereits bei der Frage an, welche Autos wirklich rausgewunken werden.

„Caddys sind immer besonders verdächtig“, sagt einer der Polizeibeamten bei der Kontrolle und deutet auf ein rotes älteres VW-Modell, das soeben angehalten wurde. Am Steuer: ein 23-Jähriger aus dem Landkreis, daneben ein 18-jähriger Beifahrer, im Kofferraum fünf Plastik-Kanister und ein Schlauch. „Das ist sehr verdächtig“, erklärt eine Polizeibeamtin leise. Üblicherweise würden solche Utensilien verwendet, um beispielsweise Diesel zu stehlen. Doch das ist nichts, was den jungen Männern in diesem Moment nachgewiesen werden kann. Aber solche Kandidaten und Fahrzeuge merke man sich, sagt ein Kollege. Derweil hat die Beamtin die Daten der beiden per Telefon durchgegeben. Sie erfährt, dass der 23-Jährige bereits einmal wegen Drogenkonsums aufgefallen ist.

„Wann haben sie denn das letzte Mal Drogen genommen?“, fragt die Beamtin den Fahrer mit den glasigen Augen. Er zögert. „Im November, glaube ich.“ Ein Beamter reicht ihm einen Plastikbecher und geht mit ihm zu den Garagen. Zeit für eine Urinprobe.

Derweil durchsuchen die anderen Beamten das Fahrzeug. Im Rucksack des Beifahrers werden sie fündig: Hasch, ein Zerbrösler und eine kleine Wage. Häufig ist letzteres nicht nur ein Indiz für Drogenkonsum, sondern für den Drogenverkauf, erklärt die Beamtin. Daraufhin wird auch der 18-Jährige durchsucht. Es folgt eine Strafanzeige wegen Drogenbesitzes.

Es sollte die einzige Strafanzeigen an diesem Tag bleiben. 28 Ordnungswidrigkeiten haben die Beamten insgesamt festgestellt, erklärt die Pressesprecherin der Polizeiinspektion Ilka Pflüger am nächsten Tag. Darunter beispielsweise fehlende Warnwesten. 52 Mal wurde der Atemalkohol überprüft, fünfmal mussten sich die Fahrer Drogentests unterziehen. Mit Alkohol oder Drogen im Blut wurde dennoch niemand erwischt. Auch der 23-Jährige Fahrer des Caddys und sein Beifahrer durfte letztlich weiterfahren.

Die Beamten arbeiten
da mit Erfahrungswerten, Alkoholgeruch im Auto zum Beispiel ist ein wichtiger Anhaltspunkt.“Dietmar Grotzky, Leiter
des Polizeihauptreviers in Stralsund

 



Elisabeth Woldt

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