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Ärger um Beseitigung von Gartenmüll

Grimmen Ärger um Beseitigung von Gartenmüll

Verbrennung von Abfall meist nicht erlaubt / Bei illegaler Müllentsorgung droht Bußgeld

Grimmen. Im Herbst nutzen viele die Gelegenheit, ihre Gärten aufzuräumen. Oftmals werden dabei auch Gartenabfälle unerlaubt auf dem Grundstück verbrannt.

Jeder hat die Möglichkeit, eine Bio-Tonne zu beantragen und Gartenmüll so zu entsorgen.“Bernd Liebelt, Landkreis Vorpommern-Rügen

Entsorgung von Pflanzenabfällen

Die Pflanzenabfalllandesverordnung sagt aus, dass Gartenabfälle durch Liegenlassen, Verrotten oder Einbringen in den Boden verwertet werden sollen. Weitere Entsorgungs-Möglichkeiten bieten Kompostierung und Bio-Tonnen.

Ein Bußgeld bis zu 100 000 Euro droht denjenigen, die in ihrem Garten illegal Abfall, etwa Plastikmüll, verbrennen.

„Das Verbrennen von trockenen Pflanzenabfällen war jährlich im Oktober und März immer dann gestattet, wenn andere Entsorgungssysteme unzumutbar oder unmöglich waren“, sagt Bernd Liebelt, Fachgebietsleiter Umweltschutz des Landkreises Vorpommern-Rügen. „Dieser Fall ist heutzutage jedoch so gut wie gar nicht gegeben. Jeder hat die Möglichkeit, eine Bio-Tonne zu beantragen, und Gartenmüll so zu entsorgen.“

Wer sich gegen die braune Tonne entschieden hat, könne Abfälle kompostieren.

Nach Angaben des Ordnungsamts in Grimmen nutzen dennoch viele Gartenbesitzer die Gelegenheit, Biomüll mithilfe eines Feuers auf dem eigenen Grundstück zu beseitigen. „Wenn ich sehe, was da teilweise an Rauch aufsteigt, macht mich das sprachlos“, sagt Burkhard Niedermeyer vom Ordnungsamt Grimmen. „Wir können nicht überprüfen, ob da eine andere Entsorgung tatsächlich unzumutbar ist. Das unterliegt dem Landkreis, der dort aktiv werden muss.“

Auch der Grimmener Lutz Mohri wünscht sich ein härteres Durchgreifen gegen illegale Müllverbrennung und den dadurch entstehenden CO2-Ausstoß. „Beim Verbrennen von Gartenabfällen ist der Umweltschutz außer Kraft gesetzt“, meint er. „Man liefert sich und seine Mitmenschen erbarmungslos dem Gift aus.“

Ihm selbst sei am vergangenen Sonnabend eine dicke Rauchwolke im Nordosten der Stadt aufgefallen. „Ich habe beobachtet, wie jemand sogar frische Äste mit grünem Laub ins Feuer geworfen hat“, erzählt Mohri. „Daneben stand eine Gasflasche mit Schlauch, um das schwer entzündliche Material gefügig zu machen.“ Der 57-Jährige habe unter starkem Husten gelitten. „Der schöne erste Oktobermorgen war für mich gelaufen“, erzählt er verärgert.

Das Feuer im eigenen Garten wird jedoch nicht nur für die Beseitigung von Gartenabfall, sondern auch für die Verbrennung von anderem Müll genutzt. Dieses Problem hat am Wochenende die Polizei in Grimmen beschäftigt. Wie der stellvertretende Leiter des Polizeireviers, Klaus Nehls, berichtet, nahmen die Beamten am Sonnabend zwei Anzeigen auf. So wurden sie am Nachmittag gegen 14 Uhr auf eine Qualmwolke über Siemersdorf aufmerksam. „Vor Ort stellten sie Reste von Gummischläuchen und Dachrinnen im Feuer fest“, sagt Nehls.

Ein weiterer Einsatz führte die Polizei in die Bergstraße: Dort verbrannte jemand Parkettstäbchen.

Laut Liebelt drohe beim Verstoß gegen das Bundesabfallgesetz eine Geldbuße in Höhe von bis zu 100 000 Euro.

Katharina Ahlers und Anja Krüger

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