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Grimmen AfD-Debatte: Linke stellt Bergemann den Stuhl vor die Tür
Vorpommern Grimmen AfD-Debatte: Linke stellt Bergemann den Stuhl vor die Tür
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00:00 20.09.2016

Nach 14 Jahren wird der Wolgaster Lars Bergemann (Die Linke) seine hauptberufliche politische Arbeit zum 30. September beenden und sich arbeitslos melden. Wie er mitteilte, hatte es am Donnerstag ein persönliches Gespräch zwischen ihm und seiner Arbeitgeberin, der Landtagsabgeordneten Jeannine Rösler, gegeben. „Dort wurde mir kurz und knapp mitgeteilt, dass es keine Fortsetzung einer Zusammenarbeit als Wahlkreismitarbeiter geben wird“, so der 43-Jährige. Da der Arbeitsvertrag auf jeweils eine Legislaturperiode befristet ist, sei eine solche Entscheidung möglich. Bekanntlich hatte Bergemann nach seiner Niederlage als Direktkandidat bei den Landtagswahlen den Zorn der Verantwortlichen in der Landespartei auf sich gezogen, indem er via Facebook angekündigt hatte, er wolle dem im Wahlkreis erfolgreichen AfD-Mann Ralph Weber den Dialog anbieten. Sowohl Linken-Fraktionschef und Spitzenkandidat Helmut Holter als auch Peter Ritter, Parlamentarischer Geschäftsführer der Linken- Fraktion, hatten den Vorstoß Bergemanns zurückgewiesen. Die Kritik, so Bergemann, gipfelte in der schriftlichen Aufforderung von Heidrun Bluhm vom Linken-Landesvorstand MV, er solle sein an die AfD gerichtetes Dialog- Angebot öffentlich widerrufen, was der Wolgaster ablehnt. „Wir dürfen als Unterlegene nach der Wahl den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern müssen gemeinsam die wichtigen Themen aus unserer Region nach Schwerin tragen“, argumentierte Bergemann. „Und wir müssen sie mit den Abgeordneten aus unserer Region vertreten, und das ist nun mal auch Herr Weber.“ Auch auf Kreisebene der Linken stieß Bergemanns Haltung auf Ablehnung. Aus Sicht der Kreisvorsitzenden Dr. Mignon Schwenke (MdL) habe er mit seiner Äußerung zum Umgang mit der Alternative für Deutschland (AfD) „eine rote Linie überschritten“. Jeannine Rösler äußerte sich ebenso: „Lars‘ Haltung sehe ich kritisch. Sollte er weiter dabeibleiben, kann ich damit nicht leben.“

OZ

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