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Affenstarkes seit 1998

Grimmen Affenstarkes seit 1998

Welche Tiere leben eigentlich im Grimmener Heimattierpark?

Grimmen. Nach dem wir euch in der letzten Ausgabe bereits die Meerschweinchen vorstellt haben, werdet ihr heute etwas über die „Gehaupten Kapuzineraffen“ erfahren.

Schon seit 1998 befinden sie sich im Grimmener Heimattierpark . Ursprünglich kommen sie aus Südamerika, aber die Grimmener Kapuzineraffen sind aus dem Münsteraner Zoo. Im Moment leben dort vier Tiere, zwei Männchen, ein Weibchen und ein Jungtier. „Der Chef der Bande ist Thor, das Weibchen heißt Siari, der dritte im Bunde ist Wotan und das Jungtier hat noch keinen Namen“, erklärt Tierpfleger Steffen Exner .

Sie sind ganzjährig paarungsbereit und die Tragezeit beträgt etwas mehr als fünf Monate, und meistens kommt auch nur ein Jungtier zur Welt. Dann trinken sie bis zu einem Jahr Muttermilch ab dann Wasser und manchmal sogar verdünnten Tee, wie der Tierpfleger erzählt. Die Kapuzineraffen sind vom Prinzip her Allesfresser. Besonders gerne essen sie Obst, Insekten, Mehlwürmer und Nüsse, aber Gemüse mögen sie wegen des geringen Zuckergehaltes nicht so gerne. „Außerdem ist giftiges Laub und gespritztes Obst gar nicht gut für sie“ sagt Steffen Exner.

In ihrer Lieblingsjahreszeit, im Sommer bekommen sie von den Tierpflegern leckere Fruchteisbomben. Die kleine Futterverschwender kriegen vier bis fünf mal am Tag etwas zu fressen. Bis vor kurzen lebten in dem alten Gehege sogar neun Äffchen, aber wegen der vielen Streitereien wurden einige an einen Privatverkäufer gegeben.

Mit anderen Affenarten können diese Äffchen nicht leben, da es sonst Streit um Reviere und Futter geben würde, und sie sich bis zum Tod bekämpfen würden, wissen die Pfleger. Haben die Kapuzineraffen untereinander eine Rangordnung, kommen sie gut miteinander zurecht, spielen miteinander und lausen sich gegenseitig.

In der Wildnis leben in einer Gruppe zehn bis 20 Tiere. „In der Natur können sie bis zu 45 Jahre alt werden und im Tierpark sogar noch älter, da sie dort keine Feinde wie beispielsweise größere Raubvögel, Klein- und Großkatzen haben“sagt der erfahrene Tierpfleger aus dem Grimmener Heimattierpark. Die Männchen werden bis zu drei Kilogramm schwer und einen halben Meter groß. Die Weibchen bleiben deutlich kleiner. Sie werden bis zu zwei Kilogramm schwer und knapp 40cm groß. Sie haben imposante Zähne und sind manchmal bissig. Die Tierpfleger kennen sie aber sehr gut und so haben diese auch mal Spaß daran, die Äffchen mit der Hand zu füttern.

cl/hj

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