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Grimmen Als Tausende für eine Mehrzweckhalle demonstrierten
Vorpommern Grimmen Als Tausende für eine Mehrzweckhalle demonstrierten
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00:06 07.05.2018
Kinder der Kita „Regenbogen“ führen im Jahr 2009 in der Mehrzweckhalle Übungen mit dem Greifswalder Kinderturngerät vor. Quelle: Foto: Peter Binder

Mitte der 1990er-Jahre war der Bau einer Mehrzweckhalle im Stadtteil Schönwalde II ein Riesenthema in Greifswald. Vor 20 Jahren, am 27. Februar 1998, wurde das Gebäude als Teil des neuen Stadtteilzentrums mit großem Bahnhof eingeweiht.

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1995 machten sich Schüler und Lehrer für den Bau im Greifswalder Stadtteil Schönwalde II stark / Vor 20 Jahren eröffnete er dann

Generalunternehmer Reinhard Michel überreichte Senator Jürgen Drenckhahn den symbolischen Schlüssel. Schüler gestalteten den ersten Teil der Feier, 15 Sportvereine, darunter Rollkunstläufer und Judoka, den zweiten Teil. Der sportliche Höhepunkt war das Spiel der Handballer der HSG gegen den HC Empor Rostock. Die Greifswalder verloren zwar vor 800 Zuschauern 15:30 gegen die Profis, wie es hieß, zeigten aber eine gute Leistung.

Drei Jahre zuvor war keineswegs sicher, dass so eine Eröffnungsparty stattfinden würde, der Bau der Halle selbst ungewiss.

1995 wurden dafür tausende Unterschriften gesammelt. Ein Schüler des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums appellierte im Mai in der Bürgerschaft bei der Bürgerfragestunde an die Volksvertreter. Er übergab insgesamt etwa 4500 Unterschriften und lud die Bürgerschaft nach Schönwalde II zum Lokaltermin ein.

Der 7200 Mitglieder zählende Greifswalder Sportbund machte sich ebenfalls für den Bau stark. Schließlich seien in Wolgast und Stralsund Mehrzweckhallen errichtet worden, wurde argumentiert, und Greifswald zähle mehr Sportler als diese Städte. Über 2000 Schüler und 150 Lehrer demonstrierten 1995 mit Losungen wie „Einkaufszentren haben wir genug. Mehrzweckhallenbau ist klug“ für die Investition.

Am 22. Juni 1995 hieß es in der OZ: „Daß diese Halle einfach eine Notwendigkeit ist, weiß jeder, der sowohl das Wohngebiet am Rande Greifswalds als auch die Situation in den drei Schulen (Humboldtgymnasium, Weinert- und Nerudaschule) kennt. Diese benötigen dringend Sportmöglichkeiten und eine entsprechend große Räumlichkeit für schulische Veranstaltungen. Aber vor allem gehört in das triste Wohngebiet endlich ein Kulturzentrum, das für alle Bürger dieses Stadtteils offen ist.“

Das Problem: Es fehlte Geld, wobei die Summen aus heutiger Sicht klein anmuten. Das Land sagte für 1995 immerhin 2,5 Millionen Mark zu. „Endlich zeigt sich ein Lichtblick... Durch Verschiebungen im Haushalt und aus Mehreinnahmen ist die Bereitstellung von ca. 400000 DM Planungskosten möglich, und die noch fehlenden 2,5 Millionen DM können durch Veräußerungen von Grundstücken zur Verfügung gestellt werden“, hieß es damals. Damit war das Projekt zwar noch nicht in trockenen Tüchern, aber auch alle folgenden Schwierigkeiten konnten gelöst werden. Der erste Spatenstich erfolgte am 1. November 1996.

Die attraktivsten Greifswalder Hallensportveranstaltungen finden seit vielen Jahren überwiegend in Schönwalde II statt. In den anderen kommunalen Sporthallen gibt es keine Zuschauertribünen. Auch als Konzertort etablierte sich die Mehrzweckhalle. Hier spielten schon die Puhdys, und viele Jahre fanden Frühjahrs- und Weihnachtsgalas statt.

Eckhard Oberdörfer

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