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Alter Kirchsteig beschäftigt die Grammendorfer

Grammendorf Alter Kirchsteig beschäftigt die Grammendorfer

Bürgerinitiative will historischen Weg neu beleben – durch Privatwald

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So, wie auf diesem Bild zu sehen, sah der Wald-Wanderweg noch vor 20 Jahren auf ganzer Länge aus.

Grammendorf. Für die Wiederbelebung des Wanderweges zwischen Bassendorf und Nehringen setzt sich die Bürgerinitiative Pro Grammendorf ein, und das schon seit drei Jahren. Bei dem Weg handelt es sich um einen historischen Kirchsteig, über den schon vor hunderten Jahren die Bassendorfer und die Dorower zum Nehringer Gotteshaus stapften. Der Weg, der durch privatisierten Wald führt, ist seit Jahren nicht mehr begehbar. Brücken über Wassergräben sind beseitigt worden. Alte, umgefallene Bäume blockieren den Weg.

OZ-Bild

Bürgerinitiative will historischen Weg neu beleben – durch Privatwald

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Die Pro Grammendorfer wollen das ändern und wandten sich in der jüngsten Sitzung des Grammendorfer Gemeinderates an die Vertreter der Gemeinde. Der Dorower Olaf Schnelle, der gemeinsam mit den Nehringern Klaus Bergemann und Peter Koch zur Gemeinderats-Versammlung gekommen war, übergab eine „Empfehlung zur Beschlussfassung“ zum Erhalt des Wanderweges zwischen Nehringen und Bassendorf.

„Die Gemeinde braucht neue Einwohner, und sie braucht eine attraktive Umgebung“, argumentierte Olaf Schnelle. „Dabei verfügen wir über ein Kleinod, das droht, verloren zu gehen“, sagte Schnelle mit Blick auf den uralten Wanderweg.

Zudem gebe es entlang des historischen Steiges „eine landschaftlich hoch reizvolle Gegend.“ Tiere und Pflanzen, die dort anzutreffen sind, wirkten „für naturliebende Urlauber wie Magnete.“ Olaf Schnelle verwies auf die hohen Summen, die in den zurückliegenden Jahren in das Nehringer Jugendgästehaus „Graureiher“ inklusive Wasserwanderrastplatz investiert worden waren. Nun müsse auch ein touristisch optimal erschlossenes Umfeld geboten werden. Die Gemeinde verfüge mit dem in eine wunderschöne Natur eingebundenen Ortsteil Nehringen über ein touristisches Kleinod. Kirche, Fangelturm, Gutshaus-Ensemble, die Nehringer Brücke und das Heimatmuseum seien geschichtlich und architektonisch interessant für Touristen. „Jetzt geht es um die Wiederherstellung des historischen Weges“, nannte Schnelle das aktuelle Ziel der Bürgerinitiative Pro Grammendorf.

Den Einwand des Grammendorfer Bürgermeisters Udo Peters (CDU), dass die Gemeinde ja kein Geld habe, ließ Schnelle nicht als Hemmnis gelten. Die Mitglieder der Bürgerinitiative, sagte Schnelle, seien bereit, ehrenamtlich sowohl die Wiederherstellung des Weges als auch die Pflege in den Folgejahren zu übernehmen.

Unterstützung erhofft sich Pro Grammendorf vom Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern, Patrick Dahlemann (SPD). Jener habe zugesagt, in der Wege-Problematik als Vermittler aufzutreten. „Ich würde ... gerne den Versuch unternehmen, gemeinsam mit allen Beteiligten nach einer Lösung zu suchen“, erklärt Dahlemann in einem Schreiben an Schnelle. Voraussetzung werde sein, dass alle Seiten mit dem Willen nach einer Lösung miteinander ins Gespräch kommen und auf einander zugehen.

Der Wald, durch den der alte Wanderweg führt und der ein Jagdgebiet ist, war in den 1990er-Jahren verkauft worden und ist seitdem Privateigentum. Die Gemeinde hatte damals laut Pro Grammendorf auf ihr Vorkaufsrecht verzichtet. Die Bürgerinitiative hatte während einer Aktion im vorigen Jahr mehr als 300 Unterschriften gesammelt, um damit die Gemeindevertretung auffordern zu können, Maßnahmen zur Wiederherstellung der Begehbarkeit des Wanderweges zu ergreifen. Jetzt soll der Grammendorfer Bauausschuss über das Thema beraten. Um eine Lösung zu finden, hieß es, müsse der Waldeigentümers einbezogen werden.

Peter Franke

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