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Grimmen Angekommen in Windebrak
Vorpommern Grimmen Angekommen in Windebrak
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11:12 17.01.2015
Jutta Vöck (re., 55) und ihre Nachbarin Beate Wagner (58) bei den Soay-Schafen. Fotos (2): Roswitha Pendzinsky

„Hier ist ein guter Zusammenhalt und die Nachbarschaft stimmt“, sind sich Jutta Vöck (55) und Beate Wagner (58) einig. Die Frauen schwärmen von Windebrak als Naturparadies und nennen es scherzhaft Vorort von Abtshagen.

„Mein Mann wohnt seit 1968 hier. Er ist zwar nicht der älteste Einwohner, aber wohnt am längsten im Dorf“, erzählt Jutta Vöck, die selbst seit 1978 in Windebrak lebt und davon keinen Tag bereut hat.

Auf dem großen Grundstück züchtet sie Soay-Schafe. Diese kleinen und schurfreien Schafe nordischen Ursprungs bereiten ihr viel Freude. „Es ist eine der ältesten und kleinsten Schafrassen Europas, deren Name von der kleinen britischen Insel Soay stammt“, informiert sie. „Ich bin auch Mitglied in der Interessengemeinschaft Soay-Schafe. Die Schafe sind sehr genügsam und einfach zu halten. Die abfallende Wolle holen sich die Vögel. Das ist richtig Natur“, erklärt die 55-Jährige.

Ihre Nachbarin Beate Wagner zog 2006 nach Windebrak. „Wir haben damals das baufälligste Haus übernommen. Wir waren völlig fremd und wurden so gut aufgenommen. Mein Mann hat damals gesagt, muss ich erst so alt werden, um anzukommen. Jetzt bin ich angekommen“, sagt sie.

Die gebürtige Thüringerin schätzt die Ruhe und die Natur. „Und trotzdem ist es nicht weit bis nach Stralsund oder ans Wasser“, erklärt sie. Schafe als Rasenmäher auf dem Grundstück, Federvieh, Gemüse und eine große Obstbaumwiese sind für Beate Wagner Arbeit, Erholung und Entspannung zugleich. Die beiden Nachbarinnen verbindet außerdem die Leidenschaft für Blumen und Pflanzen. Da wird gegenseitig ausgetauscht und beraten. „Ich habe mir schon einen Plan für einen Schattengarten gemacht. Ich kann das Frühjahr gar nicht mehr abwarten“, freut sich Beate Wagner auf die kommende Gartensaison.

„Ich habe hier schon einige Besitzerwechsel erlebt. Das Dorf ist wieder jünger geworden. Bald wird es auch ein Baby geben. Alle, von Jung bis Alt, halten zusammen. Hier ist die Welt noch in Ordnung“, schwärmt Jutta Vöck von Windebrak.

Ich habe hier schon einige Besitzerwechsel erlebt. Das Dorf ist wieder jünger geworden.“Jutta Vöck (55), Einwohnerin Windebrak



Roswitha Pendzinsky

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