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Grimmen Anruferin gibt sich als Polizistin aus
Vorpommern Grimmen Anruferin gibt sich als Polizistin aus
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00:00 15.04.2016
Grimmen

Um eine beträchtliche Summe Geld wollten Betrüger eine 81-jährige Frau aus Grimmen bringen, indem sie sich als Gerichtsmitarbeiterinnen beziehungsweise Polizistinnen ausgaben.

Wie die Polizei gestern mitteilte, habe die Dame am Dienstagvormittag einen Anruf einer Berlinerin erhalten, die sich als Mitarbeiterin eines Gerichts ausgab. „Der 81-Jährigen wurde mitgeteilt, dass eine Kündigung ihres angeblichen Glücksspiels nicht wirksam gewesen wäre und deshalb eine Firma klagen würde“, gibt Polizeipressesprecherin Ilka Pflüger den Vorfall wieder. Zwei Möglichkeiten einer Anklage zu entgehen, seien der Damen aus Grimmen aufgezeigt worden — eine gerichtliche Einigung, bei der sich die 81-Jährige auf eine Zahlung von 10000 Euro einstellen müsse, oder sie zahle mehr als 3000 Euro sofort. Das Geld sollte die Frau in diesem Fall am Mittwoch in einem Stralsunder Einkaufsshop für eine bestimmte Person hinterlegen.

Die Frau entschied sich für die „günstigere“ Variante und machte sich mit der geforderten Summe Bargeld auf den Weg nach Stralsund. In dem Einkaufsshop erzählte sie dann wohl einer Verkäuferin, warum sie dort Geld hinterlegen wolle. Dieser kam dies nicht koscher vor und sie riet ihr, das Geld wieder mitzunehmen. Diesen Rat befolgte die Grimmenerin und fuhr wieder nach Hause.

Anscheinend wollten in der Zwischenzeit der oder die Betrügerinnen das Geld in dem Shop abholen. Denn: „ Zu Hause eingetroffen, erhielt die Grimmenerin erneut einen Anruf von der Frau aus Berlin. Das Bargeld sei nicht angekommen — nun würde sie von der Berliner Polizei verhaftet werden“, gibt Ilka Pflüger die Anzeige der Grimmenerin wieder. Wenig später habe das Telefon erneut geklingelt. „Dieses Mal habe sich eine vermeintliche Polizistin aus Grimmen gemeldet“, berichtet die Polizeisprecherin von der „hartnäckigen Belästigung“ der Grimmener Seniorin. Auch diese habe der Dame mehrfach versichert, dass sie festgenommen werden würde, wenn sie nicht bezahle.

„Die 81-Jährige tat schließlich das einzig Richtige — sie rief im Grimmener Revier an“, sagt Ilka Pflüger. Hier stellte sich heraus, dass es diese Beamtin, die sie zuvor anrief, nicht gab und sie erstattete daraufhin Anzeige.

Dies ist nicht der erste Vorfall dieser Art, der den Polizeibeamten bekannt ist. „Auch im Greifswalder Raum gab es kürzlich einen ähnlichen Fall“, weiß Ilka Pflüger. Die Maschen von Trickbetrügern seien jedoch vielfältig. Ob Enkeltrick oder Haustürbetrügereien, vornehmlich seien es ältere Mitbürger, die für derartige Straftaten ausgesucht werden.

Erst Ende März ist eine Poggendorferin auf einen Mann hereingefallen, der vorgab, ihr Haushaltsartikel schenken zu wollen. Nachdem sie den Mann hereingebeten hatte, verlangte er dann doch einen kleinen Obolus, zog ihr letztendlich um die 400 bis 500 Euro aus der Tasche.

Ebenfalls eine Seniorin fiel im Februar auf ein Zeitungsinserat herein, in dem angegeben wurde, alte Näh- und Schreibmaschinen, Bücher, Gobelins, Bilder, LPs etc. aufzukaufen. Die Frau aus Reinberg vereinbarte mit dem potenziellen Käufer einen Termin. Dazu erschienen dann zwei Männer. Während der eine geschickt die 83-Jährige in ein Gespräch verwickelte, schlich sich der zweite ins Wohnzimmer und entwendete persönliche Dokumente und ein Sparbuch.

Vielfältig wie die Betrugsmaschen sind, die Bauernfänger, wie die Trickbetrüger auch genannt werden, gehen meist mit großer Raffinesse vor“, weiß Ilka Pflüger und.

Von Anja Krüger

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