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Grimmen Arbeiten im Wohngebiet ruhen bei Frost
Vorpommern Grimmen Arbeiten im Wohngebiet ruhen bei Frost
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00:00 21.03.2013
Die Hoffnung auf bald beginnendes Fr�hlingswetter hat auch unser Leser Edgar Ackermann aus Brandshagen, der diese hungrige Amsel in seinem Garten fotografierte.

Grimmen — Grimmen bleibt weiterhin unter einer weißen Schneeschicht verhüllt. Was für tolle winterliche Motive sorgt, nervt viele Bürger der Stadt inzwischen. „Im vergangenen Jahr sind zu diesem Zeitpunkt bereits die Menschen in meine Eisdiele gestürmt und haben sich einen Eisbecher schmecken lassen“, erinnert sich

Evelin Sorgatz (46) wehmütig. Momentan herrscht fast den gesamten Tag über gähnende Leere in ihrem Geschäft. „Ich habe höchstens ein Drittel der Einnahmen, die ich im Vorjahr hatte“, sagt die Eisverkäuferin.

Eine Einkaufstour ist für Luzia Unger (91) derzeit eine echte Herausforderung. Unter dem frischen Schnee ist eine dicke Eisschicht, und oft komme ich mit meinem Rollator nicht durch“, bedauert die Seniorin.

Weil in den letzten Nächten immer wieder mehrere Zentimeter Schnee gefallen sind, mussten viele Menschen zeitig raus und die Wege freiräumen. „Um vier Uhr beginne ich immer die Rettungswege frei zu machen“, erzählt Axel Klein (44), Hausmeister im Kursana Domizil.

„Schneller, Mutti, schneller“, ruft Nita Gooßmann (2) freudestrahlend. Das kleine Mädchen sitzt auf einem Schlitten, hat die Beine hochgenommen und freut sich, dass die Mutter es durch den Schnee zieht.Wirklich Spaß haben derzeit nur die Kinder der Stadt, die sich jeden Nachmittag auf den Weg zum Rodelberg machen.

Seit dem erneuten Wintereinbruch herrscht auch wieder Hochbetrieb in der Straßenmeisterei Grimmen. „Wir waren an den letzten drei Tagen wieder jeweils 24 Stunden im Einsatz, rund um die Uhr“, berichtete Mathias Wendland (30), technischer Angestellter. In extremen Momenten waren seine Kollegen mit 13 Fahrzeugen unterwegs — vier eigenen und weiteren von Fremdfirmen. Insgesamt zwölf Leute haben in Schichten Tag und Nacht geräumt und gestreut. Zum Glück hat der Wind nicht so stark geweht. „Wir hatten alles im Griff“, sagt Wendland. „Wir geben alles!“

Die winterliche Witterung hat auch so manches Bauvorhaben gestoppt. „Unsere größte Sorge ist jetzt das Wohngebiet Kandelin. Dort war am 4. März wieder mit den Sanierungsarbeiten begonnen worden, aber nach drei Tagen war schon wieder Schluss“, ärgert sich Siegmund Kunath, Bauamtsleiter der Gemeinde Süderholz. Jetzt machen die Schneemassen und das damit verbundene Schmelzwasser einen Baufortschritt unmöglich. Kunath denkt als stellvertretender Bürgermeister auch noch an etwas anderes — die Kosten für den Winterdienst. Denn die Vertragspartner müssen aufgrund des anhaltenden Schneefalls immer wieder ran. „Das geht ins Geld“, meint Kunath. Um wie viel genau es sich handelt, weiß er im April, wenn die Abrechnung fällig ist.

Was den Schülerverkehr betrifft, laufe alles relativ normal, bestätigt auf OZ-Nachfrage Timo Mehl (46), Fahrplansachbearbeiter bei der Kraftverkehrsgesellschaft mbH (KVG) Ribnitz-Damgarten in Grimmen. Allerdings hätten gestern acht kleinere Orte, darunter Neuhof, Niederhof, Jager, Stremlow und Krummenhagen nicht angefahren werden können, weil die Busse dorthin nicht durchkamen. Die Straßen und vor allem auch die Buswendeplätze seien nicht richtig geräumt bzw. nicht weit genug ausgeschoben worden.

Das geht ins Geld.“Siegmund Kunath, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Süderholz

Raik Mielke und Christine Drabsch

Grimmen Grimmen-Hohenwieden - Lieder für Harfe im Dorfsaal

„Auf den Flügeln des Gesanges“ heißt das neue Programm des Duo Arpa Cantilena, bestehend aus Heidrun Warczak (Sopran) und Sophia Warczak (Harfe), das am Freitag um 19.30 Uhr im Saal der SOS Dorfgemeinschaft Grimmen-Hohenwieden Premiere haben wird.

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