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Grimmen Arbeitsleben begann im Schloss
Vorpommern Grimmen Arbeitsleben begann im Schloss
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00:00 08.03.2013
Astrid Rahn (61) an ihrem Arbeitsplatz: Seit 46 Jahren ist sie im Krankenhaus beschäftigt. Quelle: Anja Bruder
Bartmannshagen

Seit 1966 arbeitet Astrid Rahn (61) bereits im Krankenhaus Bartmannshagen — ohne Unterbrechung. „Ich habe so viele Chefs und Direktoren, Ärzte und Pflegekräfte kommen und gehen sehen“, äußert sie den ersten Gedanken, wenn sie an ihre zurückgelegten 46 Berufsjahre denkt.

Angefangen hatte sie damals, das Krankenhaus war noch ausschließlich im Schloss untergebracht, im Alter von 16 Jahren als Wirtschaftsgehilfin. „Ich wurde überall eingesetzt, wo ich halt gerade gebraucht wurde“, erinnert sich Astrid Rahn. „Ich habe sogar noch die Entbindungsstation kennengelernt“, erzählt sie. Ihr eigener Sohn, heute 42 Jahre alt, wurde jedoch in Greifswald geboren.

Ihr damaliger Chef Dr. Ohlmann sah aber wohl mehr in ihr als eine Wirtschaftsgehilfin. Nach und nach übertrug er ihr auch andere Arbeiten, zum Beispiel in der Aufnahme. Ihr Ehrgeiz war geweckt. Sie setzte sich auf die Schulbank und machte eine Ausbildung zur Facharbeiterin für Schreibtechnik. Anfang der 90er-Jahre wurde sie als Sekretärin der Chirurgie eingesetzt. Heute ist sie als Schreibkraft im Krankenhaus, welches sich seit 1992 in der Trägerschaft des DRK befindet, beschäftigt. „Aber vertretungsweise übernehme ich auch mal den Dienst an der Aufnahme“, erzählt Astrid Rahn. Der Gedanke, den Arbeitsort mal zu wechseln, beruflich etwas anderes zu machen, sei ihr nie gekommen. „Ich habe mich hier immer wohl gefühlt und außerdem so viel gelernt“, sagt die jung gebliebene Frau.

„Angefangen habe ich damals an einer alten Schreibmaschine, jetzt ist der Computer mein tägliches Arbeitsmittel, ist nicht mehr wegzudenken.“

Und das nicht nur auf Arbeit, denn täglich unterhält sie sich per Videotelefonie am Computer mit ihrer fünfjährigen Enkelin Annika-Idelle. „Sie ist mein größter Schatz“, sagt Astrid Rahn warmherzig.

„Sie ist die Tochter unseres einzigen Sohnes. Die beiden leben in Atlanta“, erzählt sie etwas traurig. Nur einmal im Jahr sieht sich die Familie. „Aber im Juni kommt sie uns wieder besuchen“, sagt die 61-Jährige voller Vorfreude. Irgendwann selbst auszuwandern, kommt für sie und ihren Mann jedoch nicht in Frage. „Meine Mutter lebt noch hier im Kursana-Domizil. Außerdem haben wir uns vor zehn Jahren ein Haus in Schönenwalde gebaut“, begründet sie die Entscheidung.

Anja Bruder

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