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Grimmen 32 Arbeitslose weniger in der Region
Vorpommern Grimmen 32 Arbeitslose weniger in der Region
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18:08 30.10.2018
Radloff1 Quelle: Arbeitsamt
Grimmen

Während in den Tourismuszentren in Vorpommern-Rügen die Arbeitslosigkeit im Oktober leicht gestiegen ist, sind in der Region rund um Grimmen zum Monatsende weniger Frauen und Männer ohne Job im Vergleich zum September. Die Arbeitslosigkeit hat sich exakt um 32 Personen verringert. Bei der Agenturgeschäftsstelle sind aktuell 1062 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Die Quote sank im Oktober um 0,3 Prozentpunkte und beträgt derzeit 8,2 Prozent.

Im gesamten Landkreis sind zwischen dem Kap Arkona und dem Trebeltal aktuell 8577 Frauen und Männer ohne Job. Das sind gerade einmal 19 Personen weniger als noch im September. Dieser verhältnismäßig kleine Rückgang hat trotzdem noch einmal dazu geführt, die Arbeitslosenquote erneut sinken zu lassen. Sie beträgt in Vorpommern-Rügen derzeit 7,6 Prozent, der niedrigste Wert für den Oktober im Agenturbezirk seit der Wiedervereinigung.

„Für den Monat Oktober hatte ich eigentlich bereits mit einem leichten Ansteigen der Arbeitslosenzahlen gerechnet“, erklärt Dr. Jürgen Radloff, Chef der Arbeitsagentur Stralsund. „Schließlich ist jetzt in den Herbstmonaten die Hochsaison in unseren Urlaubsregionen bereits vorbei. In unseren Tourismusgebieten sind zwar noch viele Urlauber zu sehen, doch die großen Besucherströme, wie wir sie aus dem Sommer kennen, kommen im Oktober nicht mehr in unser Land. Das führt erwartungsgemäß zu einer weniger starken Personalnachfrage gerade im Hotel- und Gastronomiebereich und im Handel.“

Tatsächlich zeigen sich die Auswirkungen der Nachsaison bereits in den stark touristisch geprägten Regionen des Agenturbezirkes. So stieg die Beschäftigungslosigkeit auf der Insel Rügen um 56 Personen. Die Arbeitslosenquote liegt auf Deutschlands größter Insel aktuell bei 6,0 Prozent. Das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als noch im September. Trotz dieses Anstiegs bleibt die Beschäftigungslosigkeit auf Rügen die niedrigste unter allen Geschäftsstellen des Agenturbezirkes. Auch in der Geschäftsstelle Ribnitz-Damgarten mit der Urlaubsregion Fischland-Darß-Zingst stieg die Zahl der Arbeitslosen leicht an. Ein Plus von 32 Personen ließ die Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent im September auf aktuell 6,5 Prozent steigen.

Insgesamt betrachtet bleibt der Anstieg in beiden Region aber zum derzeitigen Zeitpunkt noch sehr gering.

„Wirklich starke Zuwächse in der Beschäftigungslosigkeit dürften wir wahrscheinlich erst Ende November und dann im Dezember erwarten“, schätzt Dr. Radloff ein.

Leichte Rückgänge bei der Arbeitslosigkeit verzeichnet indes neben der Geschäftsstelle Grimmen auch die in der Hansestadt Stralsund. Beide Regionen sind von den saisonalen Entwicklungen der Tourismusbranche weniger stark betroffen. Zudem vermeldeten andere Wirtschaftsbereiche im Oktober sogar noch leicht steigende Personalbedarfe. Das Baugewerbe und der Verkehr- und Logistikbereich zählten hierzu. Davon profitieren dann hauptsächlich die Regionen des Binnenlandes. In Grimmen ging die Arbeitslosigkeit um 32 Personen zurück. Die Arbeitslosenquote liegt hier aktuell bei 8,2 Prozent. Im September wurde noch ein Wert von 8,5 Prozent registriert. In Stralsund sank die Zahl der Männer und Frauen ohne Job um 54 Personen. In der Hansestadt sind aktuell 3.051 Arbeitslose gemeldet. Das entspricht einer Quote von 11,0 Prozent. Das ist zwar immer noch der höchste Wert im Agenturbezirk, allerdings liegt er 0,2 Prozentpunkte unter dem September- und beinahe ein Prozentpunkt unter dem Vorjahreswert.

Zur vollständigen Betrachtung des Arbeitsmarktes gehört auch ein Blick auf die arbeitsmarktpolitischen Instrumente.

So sind aktuell 855 Männer und Frauen in einer sogenannten Arbeitsgelegenheit beschäftigt. Die Teilnehmerzahl in diesen umgangssprachlich als Ein-Euro-Job bezeichneten Maßnahmen hat sich gegenüber dem Vormonat kaum geändert (+13 Personen). Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der hier beschäftigten Personen allerdings deutlich zurückgegangen (-215).

557 Personen erwerben mit Unterstützung der Arbeitsagentur und des Jobcenters eine neue berufliche Qualifikation. Auch hier blieb der Wert gegenüber dem Vormonat fast konstant (+13 Personen) gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der geförderten Männer und Frauen allerdings um 93.

Zudem werden aktuell 53 Existenzgründer durch die Arbeitsagentur beim Aufbau eines eigenen Unternehmens unterstützt.

Ohne die Entlastungswirkung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente läge die Arbeitslosenquote vermutlich bei 10,7 Prozent.

Udo Burwitz

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