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Grimmen Die ersten Tomaten wachsen schon
Vorpommern Grimmen Die ersten Tomaten wachsen schon
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13:42 13.02.2019
Uwe Schuldt arbeitet auf dem Biohof mit und zeigt die ersten Tomatenpflanzen des Jahres. Quelle: Dana Frohbös
Bretwisch

Noch gedeihen in den beiden gut 60 Meter langen Gewächshäusern auf dem Biohof Kampe Petersilie, Spinat und verschiedene Asia Salate. Doch nicht mehr lange, und sie müssen weichen. Denn dann ziehen die Tomaten ein. Bis dahin bleiben die Pflanzen, die derzeit nur etwa zwei Zentimeter hoch sind, noch im Nachbargebäude. In diesem Produktionshaus wurden sie im Dezember gesät - bis zum Umzug müssen sie noch ein bisschen größer werden.

Der Biohof in Bretwisch bietet ganzjährig Gemüse an und liefert es an seine Kunden aus. Möglich ist das zum einen, weil die Gewächshäuser durch Photovoltaikanlage, Erdwärmepumpe und Fußbodenheizung warm gehalten werden. Zum anderen aber auch wegen der angebauten Sorten. „Winterpostelein können beispielsweise nur unter zwölf Grad keimen“, sagt Uwe Fock. Und die verschiedenen Sorten der Asia-Salate sind besonders kältetolerant. „Mizuna“ und „Green in Snow“, „Red Giant“ und „Moutarde Rouge Metis“ haben einen sehr intensiven, teilweise auch scharfen Geschmack, sind hervorragend für Suppen geeignet, können aber auch gut für bunte Salate verwendet werden.

Arbeit auf dem Hof ist Leidenschaft

Uwe Fock ist seit 2014 auf dem Biohof in Bretwisch beschäftigt. „Ich habe Landwirtschaft studiert“, sagt der 64-Jährige. Als Betriebsleiter kümmert er sich darum, dass alles läuft. Und im Sommer geht es auch nach Feierabend weiter mit der Arbeit – die er selbst aber nie als solche bezeichnen würde. Er wohnt in der Nachbarschaft und hat auch zu Hause Gewächshäuser stehen, allerdings ohne Fußbodenheizung. 80 Tomaten-, sechs Paprika- und zwei Gurkenpflanzen pflegt er dort über den Sommer. „Ich habe zwei Ticks“, sagt Uwe Fock. „Das eine sind die Tomaten“. Aus der Agro-Tomate macht er gerne Soße, das Ochsenherz kommt in Scheiben von ein bis zwei Zentimetern auf die Stulle. Und die zweite Macke? „Die passenden Messer“, sagt er. Die hat er sich extra anfertigen lassen, alle mit passendem Klingenschutz aus Leder.

In Bretwisch gibt es das ganze Jahr über frisches Gemüse.

Nach und nach säen Uwe Fock und die anderen Mitarbeiter weitere Tomaten aus. Am Ende der Saison werden es 2.000 eigene Pflanzen sein, weitere 600 kaufen sie zu. Der Großteil des Gemüses wird an Läden, Gastronomie- oder Cateringbetriebe in der Region geliefert. Kunden haben aber auch die Möglichkeit, selbst auf den Hof zu kommen und genau das zu kaufen, was sie brauchen. Dann kommen die Tomaten direkt von den bis zu einen Meter langen Rispen in den Einkaufskorb. Frischer geht es nicht.

Wann sind Tomaten reif?

Neben Tomaten gibt es auf dem Hof von Hans-Joachim Kampe natürlich auch Kartoffeln, Zwiebeln, Radieschen oder Rote Beete – alles in Bioqualität. Und das Geschäft läuft gut. „Wir können mehr verkaufen als das Land hergibt“, sagt Uwe Fock. Eine Faustregel für die perfekte Erntezeit der Tomaten hat der Fachmann auch noch parat. „Rot und dann 14 Tage“, sagt er. Dann seien die Früchte totreif. Im Betrieb wird etwas früher geerntet – mit den ersten reifen Früchten rechnet man hier Ende Mai. „Dieses Datum sehne ich schon jetzt herbei“, sagt Uwe Fock.

Pesto aus Asia-Salat und Sonnenblumenkernen

Vor allem dann, wenn der breitblättrige Senf schon sehr groß geworden ist, kann er wunderbar zu Pesto verarbeitet werden. Denn für einen frischen Salat wäre er vielen schon zu scharf. Für das Pesto vermischt man gut fünf Hände voll Asia-Salat der Sorte Red Giant mit einer Handvoll Sonnenblumenkernen und 50 Gramm Parmesan. Zusammen mit etwas Olivenöl, Salz und Limettensaft wird die Masse dann püriert. Zu Pasta oder als würziger Brotaufstrich schmeckt das Pesto am besten.

Dana Frohbös

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