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Grimmen Auszubildende gehen auf Tauchstation
Vorpommern Grimmen Auszubildende gehen auf Tauchstation
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00:00 19.03.2013
Im Tauchbecken: Roland Zyska (50) erledigt die gestellte Schwei�aufgabe souver�n. Fotos (3): Volker Stephan
Barth

Die Bautaucherei und Bergungsbetrieb Barth GmbH (BBB) bietet jungen Männern eine Ausbildung zum Berufstaucher an. Vorausgesetzt werden eine abgeschlossene Lehre im Stahl- oder Schiffbau und einige Jahre Berufserfahrung. „Ein schöner und interessanter Job, mit dem man gutes Geld verdienen kann“, versicherte Geschäftsführer Dirk Leistner. Gut drei Dutzend Taucher habe der Betrieb bisher ausgebildet. „Die Interessenten können ruhig über 30 Jahre alt sein, wenn sie die Anforderungen erfüllen.“ Zu diesen zähle eine stabile Gesundheit, da habe der Arzt das letzte Wort. Und natürlich dürfen die Interessenten nicht unter Klaustrophobie leiden. Vorausgesetzt werde außerdem, dass sie nach der Ausbildung bereit sind, auch auswärts zu arbeiten. Dirk Leistner würde sich freuen, wenn sich mehr junge Leute aus Barth und der Umgebung für sein Angebot interessieren würden, der Einstieg sei jederzeit möglich.

Deutschlandweit gehörte der Barther Betrieb im vorletzten Jahr zu den ersten drei seiner Art, die eine Zertifizierung zum Unterwasserschweißen erhielten.

Für die Ausbildung und die regelmäßigen Wiederholungsprüfungen der eigenen Taucher war zuvor ein stählernes Tauchbecken gebaut worden, das auch Berufstauchern anderer Unternehmen zur Verfügung steht.

In den vergangenen beiden Wochen herrschte hier wieder Hochbetrieb, denn einige der BBB-Taucher waren an der Reihe, ihre Schweißlizenzen zu erneuern. Geübt wurde an einem Schweißtisch in vier Meter Wassertiefe, dabei mussten zwei kleine Stahlplatten miteinander verbunden werden. Natürlich ging das nur mit einem Spezialschweißgerät, das etwa 5000 Euro kostet. Auch die Elektroden unterschieden sich durch eine völlig andere Beschichtung von denjenigen, die an Land Verwendung finden.

Hinsichtlich der aufzubringenden Sorgfalt wurden an die Taucher keine geringeren Anforderungen gestellt, als an die professionellen Schweißer in Stahlbaubetrieben.

Das Motto „Unter Wasser sieht‘s ja keiner“ galt hier allerdings nicht. Nach jedem Tauchgang, bei dem Ausbilder Dirk Kruschinski (44) von einem Kontrollpaneel aus den Sprechkontakt zum Kollegen auf dem Beckengrund hielt und dessen Luft- und Stromzufuhr überwachte, ließ er sich nämlich auch das fertige Werkstück vorführen.

Neben dem Wasserdruck, der Kälte und der eingeschränkten Bewegungsfreiheit erschwerte vor allem die Wassertrübung die Tätigkeit der Schweißer. Doch die hielt sich im Tauchbecken noch in Grenzen, dagegen können die Spezialisten im Berufsalltag manchmal kaum die Hand vor ihren Augen sehen.

Taucherlehrling Branden Price (26) aus Barth bereitet sich gegenwärtig auf seine Abschlussprüfung vor. Die ist für Mai angesetzt. Nebenher schnupperte er schon mal beim Unterwasserschweißen rein, das aber Inhalt eines späteren Lehrganges sein wird.

Der gebürtige Engländer hatte einst den Beruf des Kfz-Schlossers erlernt und in diesem gearbeitet, bevor er durch Bekannte auf die Taucherausbildung hingewiesen wurde.

„Jeder kann das eigentlich machen, es ist nur wenig schwerer als die Arbeit an Land. Die Taucherei macht ein Höllenspaß“, erzählt der junge Mann. Seiner Prüfung schaut Branden Price optimistisch entgegen: „Ich denke, ich schaff das.“

Volker Stephan

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