Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grimmen Bad Sülze 2.0: Dahlienstadt stoppt Projekt für Rundweg
Vorpommern Grimmen Bad Sülze 2.0: Dahlienstadt stoppt Projekt für Rundweg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:01 12.08.2016

Das Projekt für einen Rundweg in Bad Sülze ist gestoppt worden. Die Stadtvertretung hat sich dafür entschieden, die Gelder stattdessen in andere Bauvorhaben zu investieren. Das heißt auch, dass bereits bestätigte Fördermittel in Höhe von rund 254000 Euro nicht genutzt werden. Hintergrund ist das Entwicklungskonzept Bad Sülze 2.0. Teil dessen ist der Ausbau des Wegenetzes, auch in Hinblick auf den Kurbetrieb. Für die jüngste Stadtvertretersitzung lag mit dem Entwurf für einen Nachtragshaushalt für 2016 die Idee vor, einen innerstädtischen Wanderweg auf circa 800 Metern Länge und zwei Meter Breite auszubauen, als Bestandteil eines aufzubauenden Wegenetzes für Terrainkuren, als spezielle Form der Bewegungstherapie. Zum Projekt gehören auch d Wegebeleuchtung, Bänke, sechs Holzbrücken und eine öffentliche Toilette.

Das Ganze war zur Förderung bei Leader eingereicht worden. Die Gelder, die es über dieses Programm für Nordvorpommern gibt, werden von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) vergeben. Alljährlich gibt es dafür eine Rangfolge. Die Förderung über Leader war bereits bestätigt worden. Bei Gesamtkosten von 337000 Euro hätte die Stadt Bad Sülze lediglich einen Eigenanteil von 83 000 Euro aufbringen müssen. Theoretisch.

Praktisch entspann sich in der Stadtvertretung eine heftige Pro- und Contra-Debatte. Er sei dagegen, betonte Bernd Sietz, der darauf verwies, dass die Stadt gerade eine andere Baumaßnahme mit Verweis auf das fehlende Geld abgewiesen habe. Der Bad Sülzer meinte den Bau eines Radweges in Richtung Langsdorf. Auch Hans-Joachim Uhn sprach sich gegen die Finanzierung des Wanderweges aus:

„Ich sehe den Weg nicht als unbedingt nötig an.“ Wenn mehr Geld da wäre, dann ja, fand Uwe Mohnke. Aber es gebe genügend andere Baustellen, fügte er hinzu. Jürgen Groth erinnerte dagegen daran, dass die Stadtvertretung das Projekt ja schon mal diskutiert und befürwortet habe. Dann hätte man schon im Frühjahr sagen sollen, die Stadt wolle ihr Geld anderweitig einsetzen.

Das sah Bürgermeisterin Doris Schmutzer als berechtigte Kritik. Andererseits müsse man die jetzige Situation sehen. Und da habe die Stadt andere Prioritäten: Vor allem das Projekt für einen gemeinsamen Komplex für Grundschule und Kindertagesstätte. Und es stehe die Sanierung der Kastanienallee an.

Mehrheitlich beschlossen die Stadtvertreter, den Wanderweg nicht zu finanzieren.

Das bedeutet, die Leader-Förderung wird nicht in Anspruch genommen. In der Geschäftsstelle von Leader, die sich in Stralsund befindet, hat man das erst mal zur Kenntnis genommen.

Die Frage ist, ob das geplante Geld nun anderen Projekten zugutekommen könnte. Das wird nun geprüft. 20 Projekte hatte die LAG für 2016 bestätigt, weitere Vorhaben stehen auf einer Nachrückerliste.

Dazu zählen, von der Rangfolge her, beispielsweise Arbeiten an der Thomaskirche in Tribsees und die Anlage eines christlichen Rosengartens am Bibelzentrum in Barth. Letzteres ist ein Projekt, dessen Wertumfang bei rund 30 000 Euro liegt.

Peter Schlag

Nach dem Neubau der Schule könnte sie einen neuen Namen erhälten, schlägt die CDU vor

12.08.2016

Für Schönwalder Verhältnisse war es ein historisches Bauwerk / Möwencenter-Zufahrt wird eingeschränkt

12.08.2016

Pastor Wolfgang Schmidt: „Das macht mich betroffen und erschreckt mich“

12.08.2016
Anzeige