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Grimmen Bäume pflanzen für eine schöne Abifeier
Vorpommern Grimmen Bäume pflanzen für eine schöne Abifeier
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00:00 07.11.2017

Es ist ein recht frischer Morgen, als sich die elf Gymnasiasten am Grimmener Stadtwald treffen. Frieren aber werden sie garantiert nicht. Ganz im Gegenteil – ihnen steht eine schweißtreibende Arbeit bevor.

Es ist Pflanztag im Stadtwald. „Hier standen früher Fichten“, weiß Revierförster Hendric Wojtek. Einige der Bäume fielen dem Sturm zum Opfer, andere mussten wegen Borkenkäferbefalls gefällt werden.

Nun soll die gut einen Hektar große Fläche wieder aufgeforstet werden.

Die Zwölftklässler nicken. Kein Problem. Bei der Anzahl der Jungbäume, die sie heute in die Erde bringen sollen, werden ihre Augen jedoch groß. 700 Linden, Erlen und Ahornbäume hat Wojtek besorgt.

Und wenn möglich, sollen alle Bäume gepflanzt werden. Die Jugendlichen fackeln nicht lange, greifen zum Spaten und los geht’s.

Es ist Tradition, dass sich Grimmens Gymnasiasten in ihrem letzten Schuljahr zu verschiedenen Arbeitseinsätzen treffen. Die Aufforstung des Stadtwaldes ist eine Aktion. Genauso wie der Subbotnik auf dem Friedhof oder die Inventur in einem der Grimmener Einkaufsmärkte. „Wir sind drei zwölfte Klassen, rund 50 Schüler“, erzählt Katharina Lüth. Und dass sich jeder für eine der Aktionen entscheiden konnte. Es ist sozusagen die Arbeit vor dem Vergnügen, denn mit ihren Einsätzen verdienen sich die Jugendlichen ihre Abi-Feier im Treffpunkt Europas. Die Schüler packen mit an, die Stadt kommt ihnen dafür bei den Konditionen in Sachen Saalmiete entgegen.

15 Gymnasiasten hatten sich für die Pflanzaktion im Grimmener Stadtwald entschieden, gekommen waren elf. „Nicht schön, dass einige ihre Klassenkameraden so hängen lassen“, findet Heike Räbisch. Die Mitarbeiterin Stadt Grimmen bildet mit Andreas Langendorf ein Pflanzteam. Der junge Mann buddelt Loch für Loch, Heike Räbisch setzt die jungen Bäumchen ein.

Revierförster Hendric Wojtek ist begeistert. Nach gut drei Stunden haben die elf Gymnasiasten die ehemalige Fichtenfläche mit Linden und Ahornbäumen komplett bepflanzt. Rund 500 Pflanzlöcher haben sie gegraben. „Die Truppe ist super. Es ist keine leichte Arbeit, trotzdem hat keiner gemeckert, nicht einmal Pause wollten sie so richtig machen“, sagt er. Gemeinsam mit Heike Räbisch ruft er die Jugendlichen zusammen. „Was meint ihr, schafft ihr die letzten 200 Erlen auch noch?“, fragt er. Die Schüler nicken. Kein Problem. Noch einmal zwei Stunden und auch die kleinen Erlen sind in der Erde.

Revierförster Wojtek ist des Lobes voll für die 11 Jugendlichen. „Sie waren echt gut, es hat Spaß gemacht, mit ihnen zu arbeiten.“ Ihre Abi-Feier im Treffpunkt, die haben sich zumindest diese elf mehr als verdient, findet er.

Claudia Noatnick

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