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Grimmen Bare Münze für‘s Ehrenamt
Vorpommern Grimmen Bare Münze für‘s Ehrenamt
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00:00 06.09.2013
Stralsund

Sie sind in der Seniorenarbeit aktiv, wie Ursula Kahmann und Wolfgang Brehmer aus Preetz, Erika Böhle aus Grimmen oder Irmgard Krahl aus Sagard. Sie engagieren sich für Sport in der Gemeinde, wie Egon Kurkotow aus Dranske, der bereits seit 1968 im Verein tätig ist und besonders Kinder fördert. Oder Carsten Voss aus Zühlendorf, dessen Herz für den Sport- und Freizeitverein „An der Grabow“ schlägt. Sie organisieren Feste in ihrer Gemeinde, wie Doris Flemming aus Ribnitz-Damgarten, die im Dorfverein Klockenhagen aktiv ist.

84 Frauen und Männer aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen wurden gestern in der Auferstehungskirche Grünhufe in Stralsund für ihr ganz besonderes ehrenamtliches Engagement geehrt. Denn das ist heute keineswegs mehr selbstverständlich, wie Landrat Ralf Drescher (CDU) deutlich machte. „Sie geben freiwillig und großzügig ein wichtiges Gut, sie geben Ihre Zeit“, hob er hervor. Allen Ausgezeichneten sei eins gemeinsam: Sie setzen sich mit Leib und Seele für andere ein, ohne dafür einen materiellen Lohn zu erwarten oder zu erhalten. Die Gemeinschaft könne sich glücklich schätzen, dass sich Menschen finden, die ihre persönlichen Interessen zurückstellen. Er könne nur den Hut ziehen. Das kann Kreistagspräsidentin Andrea Köster (CDU) nur unterstützen, denn „Demokratie lebt vom Ehrenamt“, zitierte die Rüganerin den ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss.

Die Auszeichnung in den Bereichen Feuerwehren, Soziales, Kultur, Sport, Kommunales und Senioren war für die Geehrten mit einer kleinen Überraschung verbunden. Neben der obligatorischen Urkunde und einer Rose und der anschließenden Kaffeetafel gab es für sie zum ersten Mal eine Gedenkmünze, die so bisher noch nicht überreicht und extra für die Auszeichnungsveranstaltung aufgelegt wurde.

Finanziert mit Unterstützung von Kreistagsmitgliedern, die Fraktionsmittel bereit stellten.

Zu denen, die sich sehr über die Anerkennung freuen, gehört Feuerwehrmann Mathias Lübke aus Altenpleen. Seit 2002 ist er dabei. „Ich habe schon überlegt, ob ich das mache, denn man bindet sehr viel Zeit ans Bein“, sagt der 35-Jährige. Aber inzwischen sei er fest mit dem Ehrenamt verwurzelt: „Ohne geht nicht“, gibt Mathias Lübke zu. Viel Kraft und Ideen investiert er in die Jugendarbeit. „Wir haben zehn Kinder, die mitmachen. Unser Zeltlager in Nisdorf hat allen großen Spaß gemacht. Jetzt bereiten wir uns auf das Jubiläum der Jugendfeuerwehr in Velgast vor“, erzählt der 35-Jährige.

Ohne die Altenpleener Feuerwehr kann sich auch Jens Räbiger (42) kaum mehr ein Dorffest vorstellen. Hier mischen auch die Rentner kräftig mit, wie Henny Kahl (65) erzählt, die die Ortsgruppe der Volkssolidarität leitet und auch Mitglied im Kultur- und Sportverein ist. Für sie das Wichtigste: „Man bekommt auch viel Dankbarkeit zurück.“

Marlies Walther

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