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Grimmen Baufrühling schon mitten im Winter
Vorpommern Grimmen Baufrühling schon mitten im Winter
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09:58 31.01.2018
Bauleute sind damit beschäftigt, die Leitungen und Schächte für die Entwässerung des künftigen Parkplatzes am Grimmener Hof einzubauen. Quelle: Peter Franke
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Grimmen

„Wir haben schon Baufrühling“, stellt Antje Hagenstein fest. Bei diesem Wetter könnten sogar Arbeiten an Außenfassaden vorgenommen werden, erklärt die Office-Managerin der Grimmener Massivhaus GmbH (Vorpommern-Rügen). „Früher hatten wir im Januar und Februar oft Urlaubszwangspause, die fällt aus“, sagt Antje Hagenstein. Die Firma Massivhaus beschäftigt Subunternehmen mit dem Bau von Ferienhäusern, Ein- und Mehrfamilienhäusern. Derzeit unter anderem auf Usedom, Rügen, in Kemnitz bei Greifswald und Gützkow. Im vorigen Jahr sei nur Gelegenheit für eine einzige Woche Urlaub gewesen, berichtet Antje Hagenstein. „Aber es kommen ja auch wieder andere Zeiten“, weiß die Geschäftsfrau. „Es macht ja auch Spaß , denn unser Beruf ist unser Hobby“, erklärt die Grimmenerin, die gemeinsam mit ihrem Mann Mark das Unternehmen am Laufen hält.

Genug Arbeit ist da

Ein Winter, der keiner ist – aber viel Regen mitbringt und die Böden aufweicht. „Das viele Wasser bereitet uns kaum Probleme, wir beschäftigen uns hauptsächlich mit dem Hochbau“, berichtet Marthin Jahns, Inhaber des Baugeschäftes Zinn & Jahns in Grimmen. Die Mitarbeiter seien derzeit mit dem Trockenbau eines Hauses in Rakow und mit Innenausbauten der Wasserwerke in Abtshagen und Hohenwarth beschäftigt. „Die nächsten Häuser warten auch schon auf den Baubeginn“, sagt Marthin Jahns. „Genug Arbeit ist da, aber wir können noch nicht ganz in die Vollen gehen“, erklärt der Baufachmann. Mauern mache erst ab fünf Grad Sinn: „Dann kann man vernünftig arbeiten und Qualität bringen“, weiß Jahns. Das Unternehmen beschäftigt derzeit acht Mitarbeiter. „Im Frühjahr kommen vielleicht nochmal ein oder zwei Leute dazu“, blickt der Unternehmer voraus.

Das viele Wasser nervt

„Das Wasser stört uns nicht, aber es nervt“, bringt es Jürgen Martin auf den Punkt. „Wir arbeiten seit Jahren so, dass wir zum Jahresende, vor dem Frost, die Gründungsarbeiten vornehmen und die Bodenplatten gießen“, erklärt der Geschäftsführer des Unternehmens LBB Massivhaus in Grimmen. „Dann warten wir ab, was der Winter sagt“, scherzt Jürgen Martin. Arbeit gebe es für sein Unternehmen genug. „Wir haben noch Innenausbauten vom vorigen Jahr. In Greifswald, Stralsund, auf Rügen und Usedom“, nennt Martin Beispiele. Ansonsten sei man mit dem Neubau von Einfamilienhäusern befasst, wie etwa in Reinberg, Kemnitz, Lüdershagen oder Trinwillershagen. Das Unternehmen beschäftigt laut Geschäftsführer Martin fünf eigene Mitarbeiter, arbeite aber auch mit Subunternehmen aus der Region zusammen.

Ausweichen auf den Innenausbau

„Dachdecker- und Maurerarbeiten werden durch den Regen schon beeinträchtigt. Aber wir können in den Innenausbau ausweichen“, berichtet Sylvana Möller, Mitarbeiterin bei Müller Bau Massivhaus in Grimmen. Das Unternehmen errichtet derzeit Einfamilienhäuser in Heidebrink, Steinhagen und Turow. 20 Mitarbeiter seien in der Firma beschäftigt. Zwangsurlaub während der kalten Jahreszeit gebe es schon seit zwei Jahren nicht mehr. „Es gibt ja keinen Winter mehr“, begründet Sylvana Möller.

Tiefbau erst ab Mitte März

„Im Januar läuft alles noch etwas schleppend“, bedauert Alexander Jahns, einer der Geschäftsführer der Grimmener Firma RESD Rohrleitungs-, Erd-, Straßenbau & Dienstleistungen. „Wir arbeiten zu 99 Prozent für die öffentliche Hand. Und die Haushalte sind noch in Vorbereitung.“ Der Tief- und Straßenbau beginne erst Mitte oder Ende März. Wenn die Arbeit beginne, werde die Zahl der Mitarbeiter von jetzt zehn auf fast das Doppelte erhöht. „Wir müssen in neun Monaten den Umsatz für das ganze Jahr erwirtschaften“, weiß Alexander Jahns.

Entwässerung für neuen Parkplatz

Bewegung ist seit Wochen der Ruhe jetzt auf der Baustelle am Grimmener Hof öffentlich wahrzunehmen. Dort soll ein modernes Gebäude errichtet werden, in das der Grimmener Rewe-Markt umzieht. Derzeit sind Bauleute damit beschäftigt, die Leitungen und Schächte für die Entwässerung des künftigen Parkplatzes einzubauen. Nach Informationen seitens der Investorengruppe um den Hamburger Unternehmer Axel H. Wittlinger ist die Eröffnung des neuen Rewe für den Sommer dieses Jahres vorgesehen.

Franke Peter

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