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Grimmen Bauverzögerung am Ärztehaus Grimmen
Vorpommern Grimmen Bauverzögerung am Ärztehaus Grimmen
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12:01 14.03.2018
Seit einigen Tagen ist das Grimmener Ärztehaus in der Carl-von-Ossietzky-Straße eingerüstet. Die Fassade soll Dämmung und neuen Putz erhalten. Für die Arbeiten ist es aber zu kalt. Quelle: Foto: Reinhard Amler
Grimmen

Die im Sommer 2017 begonnenen Sanierungsarbeiten am Grimmener Ärztehaus in der Carl-von-Ossietzky-Straße dauern weiter an. Jetzt ist die Fassade des 1974 errichteten Baus eingerüstet. „Wir kommen bloß nicht so recht zum Arbeiten, weil es einfach zu kalt ist“, sagt Herbert Hillebrand, der Chef der gleichnamigen Gruppe aus Hennef in Nordrhein-Westfalen, der die Immobilie Ende 2016 vom Landkreis Vorpommern-Rügen gekauft hat.

„„Für die Arbeiten an der Hausfassade benötigen wir Temperaturen über 5 Grad Celsius und das möglichst konstant. Ansonsten können wir hier erst einmal nichts machen.“Herbert Hillebrand, Eigentümer

„Wir brauchen mindestens fünf Grad über Null und das möglichst beständig über mehrere Tage.“ Im Moment sieht es nicht danach aus, dass die Arbeiten zügig vorangehen können. Die Fassade des Ärztehauses, von der zum Teil bereits der alte Putz entfernt wurde, soll neben einer neuen Optik auch einen Vollwärmeschutz bekommen, erklärt Hillebrand.

Demnächst soll auch mit dem Anbau einer Rampe vor dem Haus begonnen werden. Die gestattet es dann jungen Müttern mit Kinderwagen sowie älteren Menschen mit Rollator oder Rollstuhl, bequem das Haus zu erreichen, sagt der Eigentümer. Bislang geschieht das noch über die Hintertür. Die Rampe wird dann direkt vor dem bereits erneuerten Fahrstuhl in der ersten Etage enden. Hier soll auch ein Wickelraum für junge Muttis eingerichtet werden, nennt Hillebrand ein weiteres bauliches Detail.

Im Frühjahr wird dann auch das Treppenhaus neu gestaltet werden. Auch dort ist noch der Charme der DDR sehr deutlich zu spüren. Im Aufgang soll Granit verbaut werden, erklärt Hillebrand.

Momentan sind zehn der im Ärztehaus untergebrachten Praxen bereits saniert. „Es geht Schritt für Schritt voran“, meint Hillebrand. Er sei sehr zufrieden.

Die Hillebrand-Gruppe hatte das Grimmener Ärztehaus erworben, nachdem sich der Landkreis nicht mehr in der Lage gesehen hatte, die Immobilie, in der es einen enormen Sanierungsstau gab, zu unterhalten. Das Gebäude war vom damaligen Kreis Grimmen als Kreispoliklinik in Betrieb genommen worden.

Nach der Wende mussten die hier praktizierenden Ärzte dann in freie Niederlassung gehen. Sie blieben jedoch im Haus, dessen Eigentümer weiterhin der Landkreis war.

Was die Praxen betrifft, ist das Gebäude gut ausgelastet. Dort befindet sich ein großer Teil der in Grimmen praktizierenden Mediziner. Neben Hausärzten sind auch Fachärzte, wie eine HNO-Ärztin oder ein Chirurg untergebracht. Außerdem befinden sich zwei Praxen für Physiotherapie im Gebäude. Das Erd- und das Obergeschoss seien voll vermietet, erklärt Hillebrand. Freie Kapazitäten gebe es lediglich im Souterrain.

Eine der ersten Praxen, die im Sommer umgebaut worden waren, war die von Andreas Kümmel und seiner Frau. Alle Praxisräume erhalten neue Fußböden und moderne Heizkörper sowie neue Toiletten. Die sanitären Anlagen im Haus waren neben nicht vorhandener Dämmung und maroder Heizungsanlagen eines der größten Probleme.

Geplant ist bis Jahresende auch die Gestaltung der Außenanlagen. Dort entstehen weitere Parkplätze, so dass also auch beim Abstellen der Autos künftig keine Not mehr sein wird.

Reinhard Amler

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