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Grimmen Beirat macht sich für Senioren stark
Vorpommern Grimmen Beirat macht sich für Senioren stark
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04:30 09.03.2018
Ida Siewert (v.l.) Erika Böhle und Karin Bitter vom Grimmener Senioren- beirat. Quelle: Foto: A. Jaekel
Grimmen

Auf den Tag genau heute vor 20 Jahren wurde der Grimmener Seniorenbeirat gegründet. Seine Aufgabe damals wie heute: Bindeglied sein zwischen den älteren Einwohnern und den Vereinen, zwischen den Senioren und der Verwaltung. „Und so die Bedingungen für die betagten Grimmener immer ein bisschen besser machen“, sagte Erika Böhle (71), seit 2014 Vorsitzende des Beirates.

„Ich hatte damals die Idee, nach dem Vorbild anderer Städte einen Seniorenbeirat zu gründen“, erinnert sich Karin Bitter, wie auch Ida Siewert, eines der Gründungsmitglieder. Ida Siewert (80) war jahrelang bis 2014 Vorsitzende und ist jetzt altersbedingt Ehrenmitglied, Karin Bitter (71) arbeitet weiter im Vorstand.

Bereits Ende 1997 waren so Delegierte von neun Vereinen der Stadt zusammen gekommen und der Beirat war gegründet. „Damit war die Idee geboren, mehr zu tun für die Senioren unserer Stadt als es in den einzelnen Vereinen möglich ist“, sagt Karin Bitter. Denn die Mitglieder des Seniorenbeirates sammeln Ideen, listen Probleme auf, tragen sie an die Stadt oder Institutionen heran und können und konnten dadurch viel erreichen.

„Gleich zu Beginn der Arbeit wurden auf unsere Initiative hin Gehwege ausgebessert und Bordsteine abgesenkt, um sie für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehhilfe passierbar zu machen“, erzählen Ida Siewert und Karin Bitter. Immer habe es dabei eine tolle Zusammenarbeit mit dem Team im Rathaus und besonders mit dem Bauamt und Bürgermeister gegeben und das sei bis heute so geblieben.

Ida Siewert: „Jeder Hinweis von uns wird berücksichtigt.“

Der Seniorenbeirat war mit dabei, als jahrelang um moderne öffentliche Toiletten in der Stadt gerungen wurde: Zwei Anlagen – am Bahnhof und an der Trebel – sind entstanden. Und auch der Bau des Radweges nach Bartmannshagen – zum Friedhof und zum Krankenhaus – wurde vom Seniorenbeirat und dessen Mitglied Günter Rösch immer wieder gefordert und unterstützt, bis er schließlich realisiert wurde. Mitspracherecht hatte der Beirat auch, als es um die Begehbarkeit des Rathauses und von Geschäften in der Innenstadt, die Außenanlage am Kursana-Pflegeheim oder die Bushaltestelle in der Friedrichstraße ging.

Heute sind zwölf Vereine Mitglied im Grimmener Seniorenbeirat. Dazu kommen drei Einzelmitglieder. Vieles an der Arbeit ist gleich geblieben, anderes habe sich verändert, informiert Erika Böhle. So beteilige sich der Beirat seit Jahren an Veranstaltungen und ist beim Kindertag, Parkfest, Maibaumfest, Volkstrauertag, Adventskonzert und dem Weihnachtsessen im Kulturhaus aktiv. „Außerdem besuchen wir fachliche Weiterbildungen, deren Ergebnisse wir in die Vereine tragen“, ergänzt sie. Der Seniorenbeirat könnte dann den Menschen raten, wo und wie sie Hilfe bekommen und sie eher dazu bringen, diese Hilfe anzunehmen. „Denn viele unserer älteren Bürger sind sehr bescheiden. Viele haben nicht gelernt, nach Hilfe zu fragen. Unsere Aufgabe ist es deshalb, sie aufzubauen und an die richtigen Stellen zu vermitteln“, sagen Karin Bitter und Erika Böhle.

Aber heute wie vor 20 Jahren seien auch bauliche Veränderungen in Grimmen notwendig, um Senioren das Leben angenehm zu machen, meinen sie. Erika Böhle: „Wichtig ist es beispielsweise, dass wir uns wieder mit den Gehwegen beschäftigen.“ Mit dem Bauamt sei das bereits abgesprochen. Immer wieder im Gespräch sei auch ein Shuttlebus, mit dem Senioren aus dem Wohngebiet Südwest das Pommerndreieck und die Innenstadt erreichen könnten. Viel Hoffnung gebe es da leider nicht. Und außer der gefragten Reihe „Senioren ans Netz“ sind weitere Kurse wie „Senioren ans Steuer“ oder „Senioren ans Smartphone“ geplant.

Seniorenbeirat

Am 9. März 1998 wurde der Seniorenbeirat gegründet.

9Vereine der Stadt waren damals Mitglied im Beirat.

12 Vereine und Institutionen sind heute aktiv. Das sind die Arbeiterwohlfahrt, die Volkssolidarität, der Sozialverband, der Demokratische Frauenbund, das Deutsche Rote Kreuz, das Kursana-Domizil, der Kleingartenverein „Am Wasserwerk“, der Kulturbund, der Kleingartenverein „Kegelhalle“, die Evangelische Kirchengemeinde, Die alten Füchse, die Freiwillige Feuerwehr.

Einzelmitglieder sind außerdem Wolfgang Bahls, Annelore Laube und Walter Scholz.

Almut Jaekel

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