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Grimmen Besucher informieren sich in der Tagespflegestation
Vorpommern Grimmen Besucher informieren sich in der Tagespflegestation
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00:00 15.04.2013
Grimmen

Es ist 10 Uhr an diesem regnerischen Sonnabend. Emsiges Treiben herrscht in der Tagespflege-Einrichtung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Grimmener Bergstraße.

Eingeladen sind die Bürger zum „Tag der offenen Tür“.

Für viele Besucher ist es die erste Begegnung mit der Einrichtung. Vor vier Jahren begann der Umbau. Am 1. April 2010 wurde die Tagespflegestation eröffnet. Zuvor hatte dort die Telekom ihren Sitz und auch eine Baufirma nutzte zeitweise die Räume. Gleich gegenüber, auf der anderen Straßenseite, steht die „Betreute Wohnanlage“ des DRK.

Pflegedienstleiterin Kathrin Kube begrüßt ihre Gäste. Seit 2011 wohnt Bärbel Schmidt in der Wohnanlage. Sie kommt oft zur Tagespflegestation gegenüber. „Eine sehr schöne Einrichtung. Man vermutet gar nicht, was alles in den Räumen verborgen ist“, sagt Bärbel Schmidt, die auf den Rollstuhl angewiesen ist.

„Wir betreuen hier in der Woche von 8 bis 16 Uhr Klienten aller Pflegestufen, aber auch Selbstzahler“, berichtet Kathrin Kube. Besucher und die Nutzer gelangen zunächst in den großen Aufenthaltsraum.

Dort wird gemeinsam gebastelt, gemalt und viel gesungen. Auch die Zeitungsschau der OSTSEE-ZEITUNG gibt es täglich. Alle vier Mahlzeiten, die während des Tages gereicht werden, werden im Aufenthaltsraum eingenommen. Das Wahlessen kommt vom Krankenhaus Bartmannshagen.

Zwei weitere Räume sind für die Ruhe gedacht. Große Sessel mit Hockern davor stehen zur Verfügung. Von den Räumen hat man einen herrlichen Blick auf den Außenbereich. Bänke gibt es dort und Blumenrabatten sowie Sportgeräte, zum Beispiel für das Gleichgewichtstraining.

„Die Arbeit gibt mir alles. Es ist mein Traum in Erfüllung gegangen, mit älteren Menschen zu arbeiten“, sagt Birgit Sauck (54), die einst Textilfacharbeiter lernte und zur Betreuerin für demenzerkrankte Menschen umschulte.

Eine moderne Küchenzeile, behindertengerechte Toiletten und Bäder und ein Therapieraum mit zwei Pflegebetten runden die Einrichtung des Hauses ab.

Hausärzte besuchen ihre Patienten vor Ort ebenso wie die Physiotherapeuten oder Logopäden.

Gerda Sund (79) ist eine Klientin, die vom Pflegedienst in der eigenen Wohnung betreut wird, am Sonnabend aber die Einrichtung als Gast besucht. „Eine tolle Einrichtung. Vor allem die vielen Angebote für uns beeindrucken mich“, sagt die Seniorin. Gleiches meint auch Helga Kube (72), die aus Bartelshagen II gekommen ist: „Ich bin zum zweiten Mal hier und immer wieder begeistert“, meint sie.

Klienten der Tagespflege sind an diesem Tag nicht vor Ort,vielmehr sind es Besucher, die sich umschauen Zu ihnen gehört Stephan Wolff (31). „Es ist schön, dass es diese Einrichtungen gibt. Denn oft ist es nicht einfach, einen erkrankten Senior zu Hause zu betreuen“, sagt der Grimmener.

Klienten kommen auch aus dem Umland
GrimmenSeit zwei Jahren leitet Kathrin Kube (50) als Pflegedienstleiterin die Tagespflegeeinrichtung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Grimmen.


OZ: Sie kommen aus Eixen. Wie gefällt Ihnen Ihre Tätigkeit hier in Grimmen?

Kathrin Kube: Ich habe mir diesen Beruf ausgesucht, weil er anspruchsvoll ist und mich voll ausfüllt.


OZ: Gibt es beim DRK noch gleichartige Einrichtungen?

Kube: Ja, aber in Nordvorpommern gibt es nur die Tagespflege des DRK hier in Grimmen.


OZ: Wie groß ist die Nachfrage nach Tagespflegeplätzen?

Kube: Wir haben eine Kapazität für 15 Klienten. Meistens kommen zu uns zwölf Pflegebedürftige, es gibt also noch Reserven.


OZ: Kommen Ihre Klienten alle aus Grimmen?

Kube: Nein, auch aus dem Umland. Sie werden von zu Hause abgeholt und auch wieder heim gebracht. Die Fahrzeuge sind alle behindertengerecht ausgestattet.

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