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Grimmen Besucherin: „Ich staune, was in Grimmen alles los ist!“
Vorpommern Grimmen Besucherin: „Ich staune, was in Grimmen alles los ist!“
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00:05 10.11.2016
Susanne Nerius und Andreas Pollow-Kabella zeigen, wie eine Reanimation bei einem Verunglückten erfolgt. 30 Mal sollte ein Ersthelfer auf den Brustkorb drücken und danach zweimal den Menschen beatmen.

„Dass es in Grimmen ein Kinder- und Jugendparlament gibt, wusste ich bislang nicht. Ich finde das aber toll“, sagte gestern Sigrid Nehls. „Ich staune auch, was in Grimmen alles los ist.“

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26 Vereine und Institutionen stellten sich beim 2. Ehrenamtstag im Kulturhaus vor

Mit ihrem Mann war die Rentnerin gleich nach Eröffnung beim 2. Ehrenamtstag ins Kulturhaus „Treffpunkt Europas“. Josef Bast vom KiJuPa erzählte ihr, dass das Parlament für alle Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 21 Jahren offen sei. Vorrangig gehe es darum, die Interessen junger Leute gegenüber der Stadt zu vertreten. Als Beispiele nannte er die Gestaltung von Schulhöfen, Spielplätzen und Verkehrsanlagen.

Insgesamt stellten sich gestern 26 Vereine und Institutionen im Kulturhaus „Treffpunkt Europas“ vor. „Wir hatten vor zwei Jahren Premiere mit der Veranstaltung“, erklärte Rita Clausen, Vorsitzende des Lokalen Bündnisses „Kristall“, das gemeinsam mit dem Landkreis Vorpommern-Rügen den Hut für die Veranstaltung auf hatte. „2014 war das Haus rappelvoll“, sagte sie. „Daraufhin hatten wir uns entschlossen, eine weitere Veranstaltung folgen zu lassen“. Auch gestern war das Interesse der Besucher groß.

Denn das Angebot der sich vorstellenden Vereine war bunt gefächert. Gleich im Foyer konnte man sogenannte Besuchshunde sehen. „Das sind Tiere privater Halter, die auf Anfrage von Helfern des DRK in Haushalte gebracht werden, in denen zum Beispiel demente Menschen leben“, erklärte Michaela Ballschuh vom DRK Rügen-Stralsund. „Wir haben sehr viele Besuchsanfragen“, sagte sie. Allen könne man nicht immer wie gewünscht nachkommen. Denn in ihrem Team arbeiteten alle im Ehrenamt. Vom Rechtsanwalt über den Hotelier bis zum Arbeiter. Da sei es nicht möglich, immer und überall zu sein.

Susanne Nerius vom DRK-Neustrelitz, mit dem die Grimmener ebenfalls gut zusammenarbeiten, hatte gestern eine andere Aufgabe. Gemeinsam mit Andreas Pollow-Kabella erklärte sie Besuchern, wie eine Reanimation bei Verunglückten erfolgt und wie man einen Notruf erledigt.

Vor allem aber sind es soziale Tätigkeiten, die in den Wohlfahrtsorganisationen von Ehrenamtlichen erledigt werden. Die Arbeiterwohlfahrt in Grimmen sorgt sich nicht nur um Reinigungs- und Einkaufsdienste für ältere Menschen, sondern führt auch eine Kleiderkammer samt Änderungsservice. In Kreativgruppen können interessierte Bürger hier bei Handarbeiten oder Kartenspielen zusammenkommen.

Gleich zu Beginn des Ehrenamtstages hatte Volkmar Doß, Leiter des Grimmener Jugendblasorchesters, berichtet, dass in seinem Ensemble knapp 100 Mitglieder mitwirken würden. „Hätten wir nicht an die 40 ehrenamtliche Helfer, könnten wir kaum existieren“, erklärte Doß. Für viele sei die Arbeit Herzenssache. Mit Geld sei ihr Engagement kaum aufzuwiegen.

Im Verlaufe des Nachmittages wurde den Besuchern auch eine Beratung zum Thema Sicherheit für Senioren angeboten. Daneben gab es musikalische Einlagen des Jugendblasorchesters und des TSC Tanzsportclubs aus Grimmen.

Reinhard Amler

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