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Grimmen Bewährung nach Kindesmissbrauch
Vorpommern Grimmen Bewährung nach Kindesmissbrauch
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03:47 18.07.2013

Ein 21-Jähriger musste sich gestern wegen sexuellem Missbrauchs eines Kindes vor dem Ribnitzer Amtsgericht verantworten und wurde zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Der Tatvorwurf: Andreas H.* hatte am 23. Februar in der Wohnung seiner Eltern in Tribsees Geschlechtsverkehr mit der 13-jährigen Carolin A.*, obwohl er wusste, wie jung diese ist. „Der Geschlechtsverkehr war einvernehmlich“, heißt es in der Anklage. Kennengelernt hatten die beiden sich nach Auskunft des Angeklagten im November 2012 auf einer Geburtstagsparty eines 17-jährigen Kumpels. Danach hätten sich die drei ein paar Mal getroffen. Zudem sei der Angeklagte auf einer Feier im Haus der 13-Jährigen gewesen, bis es dann im Februar zu dem Treffen zu zweit kam. „Dann ist eins aufs andere gefolgt“, erklärte der Angeklagte vor Gericht und bestätigte den Tatvorwurf des schweren sexuellen Missbrauchs.

„Aber sie wussten doch, wie alt die Angeklagte ist?“, erkundigte sich Richter Andreas Hennig und fragte, warum er dennoch mit der 13-Jährigen geschlafen habe. „War das Geilheit?“

„Ich habe in dem Moment nicht dran gedacht, wie jung sie ist“ , erwiderte der 21-Jährige. Hinterher sei ihm aber klar gewesen, dass es falsch war. Der 13-Jährigen blieb eine Aussage vor Gericht erspart, da der Angeklagte die Tat von Anfang an eingeräumt hatte.

Dies war einer der Gründe, warum Richter Andreas Hennig beim unteren Strafmaß von einem Jahr Freiheitsstrafe blieb. Möglich seien bis zu zehn Jahre Freiheitsstrafe. „Zudem war es eine einmalige Verfehlung und Sie haben bislang ein unbescholtenes Leben geführt.“ Der Angeklagte muss 150 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren, zur Bewährung ausgesetzt, gefordert. „Es handelt sich um einen minder schweren Fall, da die 13-Jährige nicht gezwungen wurde und auch keine bleibenden Schäden davongetragen hat“, hieß es in der Begründung.

Zudem sei die Geschädigte an der oberen Altersgrenze. Unter 14-Jährige gelten in Deutschland rein rechtlich als Kinder.

*Name geändert

Anika Hoepken

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