Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grimmen Bierfest in Grimmen: Bis der Zapfhahn glüht
Vorpommern Grimmen Bierfest in Grimmen: Bis der Zapfhahn glüht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:24 07.10.2018
Michelle Holtz versorgte die Gäste des 8. Bierfestes in Grimmen mit Freibier. Quelle: Carolin Riemer
Grimmen

Schäumend läuft das goldfarbene Bier aus dem Zapfhahn. Vor dem Tresen von Michelle Holtz (17) hat sich eine lange Schlange gebildet, denn die Moderatoren des Grimmener Bierfestes verkündeten soeben, dass nun das Freibier-Fass geöffnet wird.

Das hören die 350 Gäste im Grimmener Kulturhaus an diesem Sonnabendvormittag gern. 30 Liter fließen in weniger als einer halben Stunde aus dem Fass in die Gläser und anschließend in die Kehlen der Besucher. Dann ist das Freibier aufgebraucht. Der Durst aber noch lange nicht gestillt.

3,50 Euro anstatt 11,50 Euro für ein Glas Bier

Aber kein Problem: Ein halber Liter kostet hier 3,50 Euro. Ein Schnäppchen im Vergleich zum bayrischen Oktoberfest bei dem eine Maß in diesem Jahr 11,50 Euro kostete und somit so teuer wie noch nie war. Das Grimmener Oktoberfest muss sich nicht hinter dem bayrischen großen Bruder verstecken. Blau und weiß so heißen die Farben des Tages und spiegeln sich in der Tischdekoration und den Luftballons wider.

An langen Tischen sitzen die Gäste und plaudern fröhlich während Mirko Redieck auf der Bühne Schlagermusik spielt. Auch die Tochter des Festwirts Michelle Holtz kommt immer wieder gern zum Arbeiten her: „Es macht Spaß weil hier immer eine so kuschelige Oktoberfest-Stimmung herrscht.“ Doch die Grimmener trinken ihr Bier, anders als die Bayern, lieber aus kleineren Gläsern. Kalorien sollte an diesem Tag lieber niemand zählen.

Gerade ist das Freibier vertilgt, öffnen die Mitarbeiter aus der Fleischerei Petereit ihre Kochtöpfe. Mehr als 120 Kilogramm Eisbein haben sie mitgebracht. „Das mögen die Besucher am liebsten“, stellt Konstantin Scheel (22) fest, während seine Mutter Susan Petereit etliche Portionen auf die Teller füllt. Grützwurst, Sauerkraut und Kasselerbraten – das Essen muss bei einem Bierfest zünftig sein.

Zwischen Tanz und deftigem Eisbein

„Die Grützwurst hat hervorragend geschmeckt“, sagt Ingrid Wodzich (77). Zuhause könne sie dieses Gericht nicht zubereiten, weil ihr Mann es nicht mag. Aber hauptsächlich sind die beiden wegen des Tanzens gekommen. Ihr Lebensgefährte und sie versuchen jede Veranstaltung zu besuchen, bei der getanzt werden kann. „Ich liebe Walzer, tanze aber grundsätzlich gern.“ Das Tanzen ist vielen Besuchern an diesem Tag wichtig. Für die Musik sorgen neben Schlagergott Mirko Redieck die „Grimmener Blasmusik“, Willi Freibier und die Funkengarde des früheren Karnevalvereins.

Auch der Stadtchor aus Grimmen ist in diesem Jahr wieder mit von der Partie. Und nicht nur das, denn Helga Brandt (78) und Erhard Grohmann (77) sind die einzigen Besucher, die sich für diesen Anlass in traditionelle Kleidung warfen. Im hübschen Dirndl und mit Lederhosen finden sie nur lobende Worte für das Bierfest. „Endlich mal wieder die Tracht ausführen und Menschen treffen, die man lange nicht gesehen hat“, sagt Erhard Grohmann und Helga Brandt ergänzt: „Ein Teil unseres Stadtchores gehört zum harten Kern der Veranstaltung und kommt immer wieder gern her.“

Abends wurde mit Mickie-Krause-Double gefeiert

Am Nachmittag unterhalten sich die Besucher mit Bierfestspielen wie dem Seppelhutwerfen und Bierglasschieben. Moderator Thorsten Erdmann führt stundenlang und mit fröhlicher Laune durch das Programm. Am Abend geht’s schließlich weiter: Ab 20 Uhr sorgt ein Mickie-Krause-Double für Stimmung und auch die Rostocker „Pegasus House Band“ lässt sich die Gaudi nicht entgehen. Und dann heißt es ein weiteres Mal an diesem Tage: „Freibier!“

Carolin Riemer

Das Wahrzeichen von Nehringen wird im kommenden Jahr saniert und soll für Besucher zugänglich gemacht werden - eine Aussichtsplattform inklusive.

06.10.2018
Grimmen Gesichter der Region - Hobby: Blumen, Steine, Erden

Die Keffenbrinkerin Heidrun Schuld liebt Ausflüge in der Region.

06.10.2018

Auch wenn sie von vielen gar nicht wahrgenommen werden – nahezu täglich sind Videowagen auf Vorpommerns Straßen unterwegs, um schwere Verstöße gegen die Regeln zu ahnden.

06.10.2018