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Grimmen Bambis im Garten
Vorpommern Grimmen Bambis im Garten
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13:04 09.07.2016
Familie Block aus Jahnkow päppelt ein verwaistes Bambi auf. Quelle: Raik Mielke

Familienzuwachs auf vier Beinen: Bei Familie Block in Jahnkow sorgt derzeit ein Rehkitz für Trubel. Der kleine Bock ist gesund, kräftig und tollt mit Hund Snoopy und Kater Charmin’ ausgelassen über die Wiese. Vor fünf Wochen noch lag Bambi, wie das Kitz heute genannt wird, hilflos und verlassen auf einer Wiese, die Sebastian Block mähte.

Familie Block aus Jahnkow und Gudrun Thiess in Brandshagen im Landkreis Vorpommern-Rügen päppeln verwaiste Rehkitze auf.

„Als mein Mann mich anrief und mir das erzählte, hab ich mir eine Decke geschnappt und bin schnell hingefahren“, erzählt Katharina Block. „Es schien klar, dass die Mutter nicht zurückkommen würde, sonst hätte sie es in der Nacht schon getan“, sagt sie. Also nahm sie sich des kleinen Rehs an, das nur wenige Tage alt war, wickelte es in die wärmende Decke und nahm es mit nach Hause.

Katharina Block rief sofort einen Tierarzt an, der ihr riet, sie solle versuchen, dem Kleinen Milch einzuflößen.

Auswildern? Katharina Block schüttelt den Kopf. „Das wird schwierig“, sagt sie. Zu sehr sei das Kitz bereits an Menschen gewöhnt. Sollte Bambi irgendwann Freiheitsdrang verspüren, wären sie traurig und froh zugleich. „Er ist und bleibt eben ein Wildtier, dass wir nicht für immer einsperren wollen“,so Katharina Block.

„Viele Menschen meinen, ein von Hand aufgezogenes Reh ließe sich nicht auswildern. Das stimmt nicht“, sagt Gudrun Thiess. Die 60-Jährige ist auf der sogenannten 4000 Quadratmeter großen „Arche Brandshagen“ zu Hause und zieht gegenwärtig drei Kitze auf und will sie später auswildern.  Ihr Grundstück ist für die Vorbereitung auf das spätere Leben der Tiere in der Natur perfekt geeignet. Dichter Baumbestand prägt das hügeligen Gelände, ein alter Obstgarten ist angelegt, sogar ein kleiner Bach durchzieht das Gebiet.

In der späteren Entwicklung der Tiere würde sich die Nähe zum Menschen von selbst reduzieren, der Wildtiercharakter komme durch. Ihr zweiter Rehbock Fritzi sei das beste Beispiel für die gelungene Rückführung. „Er hat sich jeden Tag etwas weiter von unserem Garten entfernt, blieb auch immer länger weg. Zunächst tageweise, dann über Wochen, und irgendwann kam er nicht mehr wieder.“

Almut Jaekel

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