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Bonbonregen zum Kinderfasching

Abtshagen/Reinkenhagen Bonbonregen zum Kinderfasching

Reinkenhagen und Abtshagen beendeten am Wochenende ihre Karnevalssaison

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Die Schneekönigin (Anette Schlutt), will Gerda (Hannah Becher) von ihrem Bruder Kai (Kevin Pogorel) entführen. Das Schneeflöckchen (Clara Becher) schaut zu.

Abtshagen. Was verbindet eigentlich die Schneekönigin, Hexe Baba Jaga und das Eichhörnchen aus Ice Age?

Nun eigentlich gar nichts, es sei denn der Abtshäger Carneval Club macht daraus eine richtig Story. So geschehen beim Faschingsfest am Sonnabend.

Bereits am späten Nachmittag, zur Generalprobe ist den 15 Mitwirkenden anzumerken, dass sie sehr aufgeregt sind. Gleich wird sich nämlich zeigen, ob die vergangenen Wochen des fleißigen Übens erfolgreich waren. Und wer kann so einen Auftritt schon kritischer betrachten als die Senioren. Die waren zum einstündigen Programm eingeladen, natürlich ohne Eintritt.

Mit ihren sechs Jahren ist Clara Becher als Schneeflöckchen aktiv. Sie ist die Jüngste.

Margitta Bandelin (65), schon etwas älter, hat eine wunderschöne Kulisse gebaut. Pate standen dabei die vielen russischen Märchen. Und vor allem die darin zu sehenden Hexenhäuser. „Eiszeit“ lautete das Thema, das in Abtshagen über allem stand. Da durfte natürlich auch Hans Christian Andersens „Schneekönigin“ nicht fehlen. Aber da hielt man sich nicht so genau an die Vorlage, denn nicht Kai (Kevin Pogorel/31) soll von der Schneekönigin (Anette Schlutt/53) in Abtshagen entführt werden, sondern Schwester Gerda ( Hannah Becher /9).

Als die beiden Kinder im Schnee toben, kommt der gewaltige Sturm und die Schneekönigin rauscht heran. Sie will Gerda haben. Bruder Kai verteidigt sie, doch die Diener der Königin Andreas Becher (35) und Ingo Rudat (50), die immer wieder ihre Kostüme wechseln, entführen das Mädchen. Die rasche Folge des Geschehens wird immer wieder unterbrochen vom Beifall der Gäste.

Zwischen der Handlung läuft mehrmals eine wundervoll kostümierte Gestalt durch den Saal. Es ist das Eichhörnchen (Tim Bartel /34) aus „Ice Age“. Es sammelt im Saal sein Futter, die Eicheln.

Musik und Tanz wechseln sich im kurzweiligen Programm immer wieder ab. Es macht Spaß, zuzuschauen. Nach der erfolgreichen Generalprobe beim Seniorenkarneval folgt in Abtshagen eine Stunde später der abendliche Fasching. Das Vergnügen bis in den nächsten Tag.

Über 80 Besucher kommen. Die Veranstalter sind mit der Resonanz sehr zufrieden. Eigentlich könnte man dieses Programm auch ohne Zweifel mal einem anderen Publikum anbieten, wenn denn die Akteure dafür Zeit haben. Es ist ein Progamm ohne politische Reden. Eben Unterhaltung pur.

„Alle sind mit dem Herzen. Wir wünschen uns aber noch weitere Mitstreiter“ sagt Andreas Becher (35), der Vorsitzende des Abtsäger Carneval Clubs.

„Es war wie immer wieder sehr, sehr schön, dem Fasching auch einen Namen zu geben.Vielen Dank an die fleißigen Akteure, auch für die gute Versorgung rundherum“, urteilt Waltraud Czerwinski, eine der vielen Besucherinnen.

Ein paar Kilometer östlich von Abtshagen, in Reinkenhagen, erlebt der RCC, der Reinkenhagener Carneval Club am Wochenende einen gelungenen Neustart. Dabei begrüßt der junge Präsident Tom Westendorf ebenfalls auch die kleinen Faschingsfreunde zur Kinderparty am Sonnabendnachmittag. Er nimmt den Mädchen und Jungen persönlich viele Bonbontüten ab. Nicht, dass er selbst die Naschereien in sich hinein futtern willt. Es ist der süße Eintritt, der den Jecken später bei mehrfachen Bonbonregen auf der stets gut gefüllten Tanzfläche wieder zugute kommt. Dazwischen gibt es immer wieder Konfettiregen und Showtänze der neuen Funkengarde.

Fast dreißig Mädchen und sogar drei Jungen waren Anfang des Jahres einem Aufruf gefolgt und haben seither viele flotte Tänze eingeübt. Die tollen neuen Uniformen sind die Krönung und machen ihren Auftritt perfekt. Bei der Finanzierung halfen der Landwirtschaftsbetrieb Peter Kröher aus Segebadenhau und die Oil-Tankstelle in Miltzow.

„Ich bin als Mama ja mehr aufgeregt als mein Kind“, gibt Sandra Schütt zu. Ihre kleine Charlotte hat die Premiere in der Funkengarde gut gemeistert. Aber was für die junge Mutter aus Reinkenhagen noch viel wichtiger ist: „Es ist schön, dass so viele Kinder mitmachen. Sie haben großen Spaß“, meint sie. „Dafür, dass sie erst seit Januar geübt haben, hat das ganz toll geklappt“, ergänzt Dina Schröder. Ihr Sohn Milo war einer der Jungen, der fleißig trainiert hat. Der Neunjährige will auch weiterhin dem RCC die Treue halten, denn: „Das ist ganz anders, wenn man mitmacht, als wenn man nur zum Fasching geht. Ich kenne ja schon vorher das Programm.“

Aber da immer wieder neues und vor allem junges Publikum hinzukommt, hat Zeremonienmeister Marcel Wittig erst einmal den Schlachtruf „Miltzow hür tau“ geübt, bis alle Kinder mit „Helau“ geantwortet haben. Das Besondere am Kinderfasching in Reinkenhagen ist die absolut familiäre Atmosphäre. Viele der kleinen Piraten, Prinzessinnen, Ninjakämpfer und Feuerwehrmänner haben natürlich Mama, Papa und Großeltern dabei. Die jüngsten Geschwister ließen sich im Kinderwagen liegend vom Trubel nicht beeindrucken. Bei Kaffee, Kuchen und Stimmungsmusik hätte die Turnhalle fast noch größer sein können.

„Bereits am Freitag war die Stimmung ebenfalls gut. Wir hatten Gäste von den Karnevalsvereinen aus Neuenkirchen und Gützkow zu Besuch. Die Gützkower haben ihre Funken für uns tanzen lassen. Schön war auch, dass viele Gäste in Kostümen kamen“, betont Tom Westendorf. „Das Publikum war gemischt und das Programm kam gut an“, so Minister Nico Hirsch. Als DJ sorgte er für die passende Musik.

Auch wenn sich die Karnevalisten nicht an die klassische Faschingssaison gehalten haben, nun ist sie mit dem symbolischen Wegpusten der letzten Schneeflocken, aber auch in Reinkenhagen endgültig beendet.

 



Walter Scholz und Roswitha Pendzinsky

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