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Grimmen Borgwallsee-Runde kommt in die Spur
Vorpommern Grimmen Borgwallsee-Runde kommt in die Spur
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11:59 07.03.2018
Naturparadies Borgwallsee: Ein Wander- und Radweg soll künftig einen Blick auf dessen Schönheit ermöglichen. Quelle: Foto: Ines Engelbrecht

Erste Weichenstellungen für den geplanten Wanderweg um den Borgwallsee: Die Gemeindevertreter Steinhagens haben jetzt zugestimmt, die Grundlagenplanung für das touristische Wegekonzept anzuschieben. Die Umsetzung des Vorhabens holt auch die Gemeinden Lüssow, Jakobsdorf und Pantelitz mit ins Boot. Lüssow hat ebenfalls zugestimmt, in den anderen beiden Gemeinden stehen die entsprechenden Beratungen der Gemeindevertretungen noch bevor.

Heimatgeschichte und Natur vor Ort erleben

Die Vision des touristischen Wegekonzeptes um den Borgwallsee: Radler und Wanderer können sich um das Gewässer bewegen.

6 Stationen sollen auf der Borgwallseerunde Informationen zu Heimatgeschichte, Natur und Menschen der Region vermitteln.

Dabei ließe sich etwa Wissenswertes über das Ziegelmoor bei Lüssow vermitteln oder vergessenes Handwerk nachempfinden.

Entstehen soll ein etwa 25 Kilometer langer, kombinierter Rad- und Wanderweg. Das Vorhaben greift dabei sowohl auf ausgebaute Bestandsstrecken zurück als auch auf solche Teilabschnitte, die erst noch ausgebaut werden müssen. Bis zu sechs Stationen sollen als Rastplätze mit Informationsgelegenheiten für die Besonderheiten der Natur rund um den Borgwallsee entstehen. „Wir stehen dabei aber erst noch ganz am Anfang“, erklärte Andreas Kutschke, im Bauamt des Amtes Niepars zuständig für Gebäudemanagement und Fördermittelwesen. „Zunächst müssen die planerischen Grundlagen geschaffen und die Fördermittel besorgt werden.“

Mit ihren aktuellen Beschlüssen sorgen die Anliegergemeinden des Borgwallsees dafür, dass Leistung für die Anschubplanung ausgeschrieben werden kann. Laut Kutschke betrifft das die ersten vier Leistungsphasen, von den Grundlagen über die Vor- und Entwurfsplanung sowie die Genehmigungsplanung. Dafür müssen die Gemeinden zunächst in unterschiedlicher Höhe entsprechend ihrem Wegeabschnitten in Vorkasse treten. „Sollte eine Gemeinde dem vorgelegten Konzept nicht zustimmen, muss das Ganze neu gerechnet werden“, sagt Andreas Kutschke. Das Problem: Noch ist nicht ganz klar, wie viel Fördermittel es für das Vorhaben am Ende genau geben wird.

Das touristische Wegekonzept hat eine Vorgeschichte. Die begann damit, dass Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) im Sommer 2017 für das Vorhaben 2,25 Millionen Euro Förderung in Aussicht gestellt hatte. Diese Aussichten hatten sich plötzlich verdüstert, als eine Richtlinie des Landes bekannt wurde, nach der eine Instandsetzung jetziger Wege nicht förderfähig wäre. Neu bauen wäre die Folge gewesen. Doch das kam für die Kommunen nicht in Frage – aus Kostengründen und vom gesundem Menschenverstand her. Beinahe wäre das Projekt bereits vor seinem Start gestorben.

Nach einem klärenden Gespräch in Schwerin hatte der Nieparser Verwaltungschef Peter Forchhammer Entwarnung gegeben. „Eine Instandsetzung darf nicht erfolgen, die ist touristisch nicht förderfähig.

Anders als eine grundhafte Erneuerung. Dann stehen die Signale auf Grün.“

Für die touristische Borgwallsee-Runde zeichnete sich damit ein Lichtstreif am Horizont ab. Nicht so für den Radweg an der L 21 von Niepars Richtung Barth. Der war ebenfalls Teil des Projekts, kann aber als kompletter Weg nicht gefördert werden, höchstens in Teilabschnitten.

So wurde dieses Vorhaben nördlich der Bundesstraße 105 zunächst von der Borgwallsee-Runde abgetrennt. Deshalb ist derzeit noch offen, wie viel an Fördermitteln für den Abschnitt südlich der B

105 um den See bereitgestellt werden. Für den Bearbeiter Andreas Kutschke zunächst nichts Ungewöhnliches: Fördermittelzusage und -bescheid sind immer zwei unterschiedliche Dinge.“

Jörg Mattern

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