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Grimmen Born ist seit 20 Jahren die Babystube für Meerforellen
Vorpommern Grimmen Born ist seit 20 Jahren die Babystube für Meerforellen
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00:00 25.02.2013
Carsten Kühn (39) kontrolliert den Entwicklungsstand der Meerforellen-Eier in den Sprudelgläsern. Quelle: Timo Richter
Born

Seitdem wurden rund achteinhalb Millionen Dottersacklarven — Jungfische mit Resten der früher schützenden Eihülle — in Flüsse und Bäche mit Ostseeanbindung in Mecklenburg-Vorpommern ausgesetzt.

Den Grundstock der Nachzucht bildeten seinerzeit Meerforellen-Weibchen aus Dänemark. 3500 Fische waren es ursprünglich, die halfen, dass sich der schwindende Bestand von Meerforellen in der Region erholen konnte. In den besten Jahren wurden jährlich rund eine Million Dottersacklarven in den Hellbach bei Neubukow und die Beke bei Schwaan in die Freiheit entlassen. Im vergangenen Jahr waren es rund 300 000 Tiere, die dem Bestanderhalt beitragen sollen. Gab es im Hellbach erst gar keine Meerforellen mehr, hat sich das 20 Jahre nach Projektbeginn grundlegend geändert.

Auch der früher geringe Bestand von Meerforellen in der Beke hat sich nach Darstellung Carsten Kühns, Leiter der Einrichtung in Born, deutlich erholt.

Zwei Jahre lang bleiben die Winzlings-Meerforellen in den Fließgewässern mit Ostseeanbindung. Dann schwimmen sie in die Ostsee hinaus um kehren nur noch zu Laichen in die Flüsse und Bäche zurück.

dort werden dann auch wieder die neuen Weibchen gefangen, deren Eier für die Nachzucht in speziellen Sprudelgläsern aufbewahrt werden. Finanziert wird das Projekt zur Wiederauffüllung der Bestände, das auf dieses Bundesland beschränkt ist, aus Mitteln der Fischereiabgabe.

In dem Institut für Fischerei in Born, Teil der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei, wird zudem seit Jahren an der Zucht der bereits als „Borner Forelle“ bezeichneten besonders widerstandsfähigen Fisches geforscht. Der eigentliche Süßwasserfisch wird in Born in Brackwasser gehalten. Außerdem erfolgt in der Forschungseinrichtung Born, die erst kürzlich um eine Halle erweitert wurde, Grundlagenforschung. Dabei geht es nicht ausschließlich um erfolgversprechende Wege bei der Aufzucht beispielsweise von den als empfindlich geltenden Zandern, sondern auch um die Entwicklung und Erprobung technischer Einrichtungen für Aquakulturen.

Auf einer Entwicklung des Leiters der Einrichtung basiert beispielsweise die Reinigung von Aufzuchtbassins mithilfe einer Bürstenapparatur. Ausscheidungen der Fische sowie Fremdkörper werden durch rotierende Bürsten ausgewaschen, das so gereinigte Wasser wieder in das Bassin zurückgeleitet.

Weibchen aus Dänemark
20Jahre ist es her, dass mit der Nachzucht von Meerforellen in Born begonnen wurde.

3500Meerforellen aus Dänemark bildeten damals den Grundstock der Nachzucht.

8,5Millionen Dottersacklarven wurden in der Zeit seit Projektbeginn in Mecklenburg-Vorpommern in Flüsse mit Küstenzugang ausgesetzt.

Im Hellbach bei Neubukow gab‘s früher gar keine Meerforel- len. Das hat sich geändert.“Carsten Kühn, Leiter des Instituts für Fischerei in Born

Timo Richter

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