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Grimmen Brandshagener feiern „Silberhochzeit“
Vorpommern Grimmen Brandshagener feiern „Silberhochzeit“
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00:01 22.04.2016
Zu einer Feier gehört ein gemütlicher Nachmittag. Dazu luden die Mitarbeiter der Sozialstation ihre Patienten ein. Quelle: Claudia Noatnick

Ein Mann, drei fluffige Tücher und — ein Abrakadabra später — eine Flasche Schampus, die Zauber-Pit alias Manfred Müllner aus Güstrow Rosalinde Wilke von der Sozialstation überreichte. Wie er die Buddel Sekt aus den luftigen Tüchern ziehen konnte, blieb den Gästen zwar ein Rätsel, Spaß an diesem zauberhaften Nachmittag hatten sie allemal. „Silberhochzeit“

feierten sie, die Patienten und Schwestern und Pfleger der Sozialstation Brandshagen.

Seit 25 Jahren gibt es letztere. Und wie in jeder „Ehe“ waren die Zeiten nicht immer ganz einfach. Etwa als 1992 der ursprüngliche Träger, die Diakonie, ihre Sozialstationen schließen wollte. Da wagten die damals acht Mitarbeiter unter dem Dach der Kirchgemeinde den Sprung in die Selbstständigkeit, um die Station erhalten zu können. „Ich erinnere mich noch gut daran, dass wir damals viel unterwegs waren und oftmals jede Menge Überzeugungsarbeit leisten mussten“, erzählt Rosalinde Wilke, Leiterin der Sozialstation. Doch die Brandshagener gaben nicht auf. „Heute betreuen wir 60

Patienten“, sagt sie nicht ohne stolz.

Die Wege sind dabei für ihre sechs Schwestern und einen Pfleger oftmals weit. „Wir fahren auch bis in das kleinste und abgelegenste Dorf. Etwas, was Pflegedienste aus den großen Städten oft ablehnten“, so Wilke. Dazu an Wochenenden, an Feiertagen, bei einigen Patienten bis zu dreimal täglich. Die Gemeinde Sundhagen kann sich somit glücklich schätzen, dass in ihrem Gebiet die Betreuung älterer Menschen abgesichert ist.

Die Arbeit der Schwestern wissen nicht nur die Patienten zu schätzen und so trudelten jede Menge Glückwünsche ein. Doch die Mitarbeiter der Sozialstation wollen sich nicht nur feiern lassen, sondern selbst einmal Danke sagen. „Den Ärzten, Sanitätshäusern, Apotheken, Podologen und vielen anderen. Ohne die gute Zusammenarbeit wäre manches nicht so einfach“, so Wilke.

25-jähriges Jubiläum

1991 nahm die Sozialstaion in Brandshagen mit acht Mitarbeitern ihre Arbeit auf.

Die Trägerschaft hatte zunächst die Diakonie inne, die jedoch 1992 ihre Sozialstationen auflöste.

Die Brandshagener machten sich in Folge unter der Trägerschaft der Kirchgemeinde 1992 selbstständig.

12 Patienten betreuten die Schwestern in den Anfangsjahren.

Das Einsatzgebiet erstreckt sich über ganz Sundhagen.

60 Patienten werden heute von sieben Pflegern — sechs Frauen und einem Mann — gepflegt.

Von cn

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