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Grimmen Breitbandausbau: Grimmen und Süderholz gehen vorerst leer aus
Vorpommern Grimmen Breitbandausbau: Grimmen und Süderholz gehen vorerst leer aus
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00:01 07.10.2016

Die gute Nachricht vorweg: Der Landkreis Vorpommern-Rügen hat die Ausschreibung des Breitbandausbaus für seine acht Projektgebiete aus der Bundesförderung bekanntgegeben. Es geht also voran in Sachen Ausbau des schnellen Internets.

Wir sollten die ersten sein, jetzt weiß nie-

mand, ob und wann wir mit schnellem Internet versorgt werden.“Heike Hübner, Leiterin Bauamt Grimmen

Die schlechte Nachricht: Die Stadt Grimmen mit ihren Ortsteilen sowie die Gemeinde Süderholz bleiben erst einmal außen vor. „Der Zeitplan für das Gebiet bereitet dem Landrat derzeit noch Sorgen“, informiert die Pressestelle des Landrates Ralf Drescher (CDU). Geplant war, dort den Ausbau mit Landesmitteln zu finanzieren. Für die Projektgebiete, die alle anderen Kommunen im Kreis einschließen, hat der Kreis Bundesfördermittel bekommen. „Nach Angaben des Landes zeichnet sich nun leider ab, dass die vorgesehenen Mittel nicht ausreichen werden“, heißt es weiter.

Sowohl die Stadt Grimmen als auch die Gemeinde Süderholz hatten sich bereits vor geraumer Zeit um Landesfördermittel bemüht – bevor sich der Landkreis für den flächendeckenden Breitbandausbau stark machte.

„Das wurde uns damals vom Landkreis aus der Hand genommen“, erklärt Grimmens Bauamtsleiterin Heike Hübner. In eigener Zuständigkeit habe die übergeordnete Verwaltung die Koordinierung des Breitbandausbaus in Grimmen und Süderholz übernehmen wollen. „Wir sollten die ersten sein und nun weiß niemand, ob und wann wir hier in Grimmen schnelles Internet bekommen“, sagt Heike Hübner. Und das sei für die Stadt eine völlig unbefriedigende Situation. „Vor allem prekär für unsere Ortsteile“, betont sie. Denn in diesen Orten sei die Übertragungsrate mehr als dürftig.

Ein kleiner Teilerfolg – und darüber sei man in der Stadtverwaltung besonders froh – gelang bezüglich des schnellen Internets im Gewerbegebiet „Am Stadtwald“. Hier konnte sie die e.discom, eine hundertprozentige Tochter der e.dis, gewinnen, die in dem Gewerbegebiet 100000 Euro investierte und dort schnelles Internet ermöglichte. Zur Erleichterung der dort ansässigen Autohäuser und Firmen, denn „schnelles Internet ist ein Wirtschaftsfaktor. Ohne ist kein Unternehmen mehr wettbewerbsfähig“, betont Heike Hübner.

Gemeinsam mit der Gemeinde Süderholz und der e.discom hat Grimmen auch die Versorgung der am Pommerndreieck ansässigen Firmen mit schnellem Internet sichergestellt. Für die Orte der Gemeinde Süderholz aber besteht das gleiche Problem wie bei der Stadt Grimmen – auch hier ist ungewiss, wie und wann die Bewohner mit dem Breitbandausbau rechnen können. „Ich finde das sehr bedenklich, dass wir nun hinten runterfallen“, sagt Süderholz’ Bürgermeister Alexander Benkert (CDU). „Wir hätten vorher gute Chancen gehabt“, weiß er. „Ich bin aber sicher, dass wir zusammen mit Land und Bund eine zeitnahe Lösung finden werden“, betont Landrat Ralf Drescher. Es gebe Gespräche mit Schwerin und Berlin, und in der Verwaltung kümmere man sich sehr rührig um eine Lösung, heißt es auf Nachfrage aus seinem Pressebüro. Mehr könne dazu derzeit aber nicht gesagt werden.

Während sich Grimmen und Süderholz nun weiter gedulden müssen, bis seitens des Landkreises eine Lösung gefunden ist, sieht es für die anderen Festlandgemeinden im Kreis gut aus. Bis Ende Oktober können interessierte Anbieter ihre Teilnahme an der Ausschreibung bekunden. Den ausgewählten Unternehmen werden dann die mit den jeweiligen Gemeinden abgestimmten Ausschreibungsunterlagen zugesandt.

Die konkreten Angebote für die einzelnen Projekte werden bis Anfang Januar erwartet und im Anschluss verhandelt. „Wenn wir in unserem bisherigen Tempo weiter vorankommen, bin ich optimistisch, dass im Frühjahr 2017 die Bauarbeiten in den Festlandkommunen beginnen werden“, sagt Landrat Ralf Drescher.

Anja Krüger

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