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Grimmen Bürgerschaftsparteien unterstützen Frischemarkt
Vorpommern Grimmen Bürgerschaftsparteien unterstützen Frischemarkt
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00:01 26.10.2016

Ein parteienübergreifendes Bündnis von der Linken bis zur AfD unterstützt den Erhalt des Nah & Frisch Marktes in der Dompassage. Einstimmig beschlossen die Mitglieder der Ortsteilvertretung der Innenstadt sich deshalb schriftlich an Investor Rolf Elgeti zu wenden. Er hatte das teilweise leer stehende Greifswalder Einkaufszentrum bei einer Zwangsversteigerung erworben. Mit so einem Eigentumsübergang ist ein Sonderkündigungsrecht verbunden. Das Kino und das Textilkaufhaus von Hermann Jesske gelten als gesetzt für die Zukunft. Gerade kleinere Läden bangen aber um ihre Zukunft, denn die Kleinteiligkeit großer Bereiche der Dompassage gilt als eine entscheidende Ursache für die Probleme des Einkaufszentrums in der Vergangenheit.

Wie Frischemarkt-Chef Heiko Klar auf der Sitzung sagte, hätten inzwischen auch einige Mieter Angebote erhalten. Die Gerüchteküche brodele, so sei in der Stadt von der Ansiedlung eines Möbelmarktes in der Dompassage die Rede.

„Mir wurde bisher nichts angeboten“, sagte Heiko Klar. Aber seinem Lieferanten sei gekündigt worden. Alle Kontaktversuche mit dem neuen Eigentümer seien bislang gescheitert. Klar hat seine Bitte um Unterstützung breit gestreut, er hofft auf die IHK Neubrandenburg und der Stadt. Auch große Einrichtungen wie die Universität und den Allgemeinen Studierendenausschuss hat er angeschrieben. Klar hofft, dass sein Geschäft durch den nahe gelegenen neuen Campus der Geistes- und Sozialwissenschaften in der Loefflerstraße noch besser angenommen wird. Derzeit habe er 700 Kunden am Tag, versicherte er auf der Ortsteilvertretersitzung.

Die vielen Studenten und Mitarbeiter, die im Zuge der Fertigstellung des neuen geistes- und sozialwissenschaftlichen Campus bis 2020 in die Loefflerstraße kommen, sind ein Hoffnungsträger für die Dompassage als Ganzes und anliegende Geschäfte und Gastronomieanbieter in der Langen Straße. Auch dazu gibt es schon ein Gerücht in der Stadt, nämlich die Ansiedlung eines Restaurants in der Dompassage, und zwar möglichst nahe an der Loefflerstraße. Da wäre ein guter Platz für ein gastronomisches Angebot für alle, denen das Mensaessen nicht wirklich schmeckt.

„Wenn ich Ende 2016 raus muss, dann muss ich jetzt meinen Mitarbeitern kündigen“, sagt Heiko Klar. Er will das Risiko aber tragen, weil er weiter auf eine Zukunft in der Dompassage hofft.

Julia Staude ist die für die Dompassage zuständige Mitarbeiterin der Nordostverwaltungsgesellschaft in Berlin. Sie wollte sich gegenüber der OZ nicht konkret zu den aktuellen Plänen und dem Wahrheitsgehalt von Gerüchten äußern. Geschäftsführer dieser Gesellschaft ist Horant Elgeti, der Bruder von Rolf Elgeti.

Ende Oktober/Anfang November werde man voraussichtlich mehr wissen und dann die Mieter als Erste über die Pläne für die Dompassage informieren, versicherte Staude.

Eckhard Oberdörfer

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