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Grimmen Bunte Vielfalt bei „Kunst offen“
Vorpommern Grimmen Bunte Vielfalt bei „Kunst offen“
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00:00 06.06.2017

„Ich bin das erste Mal bei ,Kunst offen’ dabei und sehr zufrieden“, erklärte Barbara Theophile-Hansen aus Willerswalde. 1993 zog sie mit ihrer Familie in diesen Süderholzer Ortsteil und fühlt sich seither hier sehr wohl. „Ich habe auch schon einiges verkauft, sogar Seidenschals, die immerhin im hochpreisigen Bereich liegen“, so die Frau erfreut, die 1992 in Flensburg ihren Meisterbrief im Webereihandwerk erwarb. Viele Besucher zeigten sich begeistert von ihrer modernen Werkstatt im alten Gemäuer. Auch Johanna und Dieter Gruel aus Horst, die allerdings zugaben, schon öfter hier gewesen zu sein, weil sie sich mit der Künstlerin inzwischen angefreundet haben.

Auch Luwi aus der „Kuhnstalle“ in Willershusen, der seinen richtigen Namen nicht nennen möchte, klagte nicht über zu wenig Resonanz. „Auch wenn ich etwas abseits wohne und die Straße noch als gesperrt ausgewiesen ist, haben mich die Leute gefunden“, erklärte er. Luwis Kunst ist insofern etwas Besonderes, da es sich bei seinen Bildern um sogenannte Hochdruckübermalungen handelt, bei denen ein Grundmotiv in mehreren Variationen auftaucht. Seine farbgewaltigen Arbeiten erinnern an Cartoons. Sie haben auch eigenwillige Namen. Ein Werk heißt zum Beispiel „Wie viel Auslauf braucht ein Rind, um gesund zu bleiben?“

Filigraner wirken dagegen die Arbeiten von Marlene-Elisabeth Petzold in Ahrendsee. In ihrem verwunschenen Garten am „Hus Grabietz“ zeigte sie Pfingsten vor allem Skulpturen, die sie überall zwischen Sträuchern und Bäumen platziert hatte. Eines ihrer kleinen Werke hat sie „Gleichgültigkeit“ genannt. Die Plastik hat ein engstirniges Gesicht. „Werden die Menschen nicht immer gleichgültiger?“, fragt die Künstlerin. Seit 16 Jahren lebt Marlene-Elisabeth Petzold in dem kleinen Sundhagener Ortsteil. „Ich hatte mich sofort in das Haus und in den Garten verliebt und bin es immer noch.“

Obwohl Ahrendsee ein recht kleiner Ort ist, gab es hier zu Pfingsten gleich zwei geöffnete Ateliers. Nur wenige Schritte von Marlene-Elisabeth Petzold lud nämlich die Töpferin Regine Spillner ein.

Sie hatte sich dazu auch Gäste bestellt, die Filzerin Rosi Ratz aus Karlstein in der Uckermark und Detlef Witt, Aktzeichner und Fotograf aus Greifswald. In der Hansestadt kennt man ihn vor allem wegen seiner Wiesen-Akte. „Die entstehen nicht etwa auf einer Wiese, sondern in der Wiesenstraße, wo ich wohne“, sagte er.

Apropos Greifswald: Gäste aus der Hansestadt waren auch schon am Samstagabend in Richtung Grimmen unterwegs, denn in Müggenwalde hatte Thomas Reich in sein „Jazz-Café“ zur Session eingeladen. Und die gab es unter freiem Himmel. An die 70 Gäste kamen. Unter ihnen auch Prof. Dr. Andreas Greinacher von der Greifswalder Uni-Medizin, der sich sichtlich wohl fühlte. Gespielt wurde Rock, Blues und natürlich Jazz. Aber vor allem gab es eine Band zu erleben, die so noch nie zusammengespielt hatte, erklärte Chris Harvey. „Es ist eine Grimmener Connection“, so der gebürtige Londoner. Er selbst stieß dazu, weil seine Schwiegereltern in Grimmen wohnen. Als Gast hatte er einen Freund mitgebracht, den Jazz-Gitarristen Stewart Siegel aus Chicago, der jetzt in Frankfurt/Main lebt.

Reinhard Amler

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