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CDU-Fraktion will Zoo, Bad und Bibliothek erhalten

Grimmen CDU-Fraktion will Zoo, Bad und Bibliothek erhalten

Trotz Defizit: Politiker lehnen Einsparungen und Steuererhöhungen ab.

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Lutz Herzberg ist Stadtvertreter und CDU-Fraktionschef in Grimmen.

Quelle: Philip Schülermann

Grimmen. Die CDU-Fraktion blickt zuversichtlich in die Zukunft. Stadtvertreter und Fraktionschef Lutz Herzberg will das Stadtbild verbessern und mehr Firmen in Grimmen ansiedeln. Das größte Problem für die Kommunalpolitiker: Der Haushalt der Stadt. Auch 2018 rechnet die Verwaltung mit einem Minus. Das macht Investitionen schwierig.

Grimmen muss sparen

Wie steht es denn um die Finanzen in der Trebelstadt? „Nicht sehr rosig“, sagt Lutz Herzberg. Die Kreisumlage bereitet Sorgen. „Die Schlüsselzuweisungen werden weniger, aber die Ausgaben höher“, erklärt Herzberg. Wo die Stadt 2018 noch sparen könnte, wisse er nicht – höchstens bei sogenannten freiwilligen Leistungen: bei Festen, dem Tierpark, der Bibliothek oder dem Naturbad. In diesem Jahr seien hier aber noch keine Streichungen geplant. Aber die Angebote würden fortlaufend überprüft, sagt Herzberg. Beim Haushalt bleibt die CDU-Fraktion bei ihrem Kurs: Nicht mehr Kürzungen, keine Erhöhung der Gewerbe- oder Grundsteuer.

CDU-Fraktion will Stadtbild verbessern

Für 2018 liegt Herzberg vor allem am Herzen, dass Schandflecke in der Stadt verschwinden und er nennt gleich drei Beispiele: Die alte Ziegelei, die Gutsgold-Ruine und der brachliegende Wohnblock in der Straße der Befreiung. Seinen Angaben nach sollen alle in diesem Jahr weichen, Freiflächen, Bau- oder Gewerbegebiete werden, um langfristig wieder Geld in die Stadtkasse zu spülen. Aber: Um neue Gebiete zu erschließen, fehlt der Stadt eigentlich das Geld. Und „viele wollen oder können nicht mehr als 100 Euro pro Quadratmeter bezahlen“, sagt Herzberg. „Aber wir nähern uns dieser Grenze.“

Dennoch seien die Probleme bei Einfamilienhäusern geringer als bei Wohnungen. In Grimmen gebe es „ein Überangebot an unsanierten, nicht altersgerechten Wohnungen“, so Herzberg. Die Folge: Sie stehen leer. Bei der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Grimmen (GWG) wende sich das Blatt. Nach dem Sparkurs der vergangenen Jahre soll investiert werden – zum Beispiel in Aufzüge.

Gestärkt aus den Vorjahren

Mit Selbstkritik hält sich Herzberg zurück. Was in 2017 nicht gut lief in der Stadt, darauf wisse er keine Antwort. Was ihn in Grimmen stört, sei der „Reparaturrückstau bei Straßen und Gehwegen“. Aus eigener Kraft könne die Trebelstadt das aber nicht schaffen – wie so vieles. Wie erklärt man das den Bürgern? „Jeder bekommt die Politiker, die er verdient“, sagt Herzberg. Die CDU wurde schließlich mit großer Mehrheit gewählt. Nun versuchten sie, mit dem Geld, das zur Verfügung steht, möglichst viel zu machen. Und Lutz Herzberg blickt positiv in die Zukunft. Es herrsche eine gute Konjunktur, „die Leute haben Arbeit“, das Land mache Überschüsse. Und an die wollen Herzberg und die Grimmener CDU ran.

Kulturelle Angebote gebe es eine Menge in der Stadt. Musik und Sportvereine nennt Herzberg zum Beispiel. Zwar gibt es kein Kino, aber „man ist in 25 Minuten in Greifswald oder Stralsund“. Das Angebot sei ausreichend – auch für die Jugend. „Da geht fast nichts mehr.“ Im „Treffpunkt Europas“ aber „könnte mehr sein“, sagt er. Und das Naturbad? „Für unsere Verhältnisse okay.“

Für Fraktionschef Herzberg kann es in diesem Jahr so weitergehen. Und es gehe voran, zum Beispiel bei Schulausbauten und der Sanierung von Haus 3 der Stadtverwaltung, und ansässige Firmen bauen aus. Langfristig bedeutet das mehr Geld in der Stadtkasse.

Schülermann Philip

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