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Grimmen Campingplatz ist Pfingsten wieder voll
Vorpommern Grimmen Campingplatz ist Pfingsten wieder voll
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20:40 18.05.2018
Campingplatzchefin Gabriele Dörner (l.) mit ihren Dauercampern Edelgard und Bernd Wascheröl auf dem Campingplatz Stahlbrode. Quelle: Foto: Reinhard Amler
Stahlbrode

„Das Wetter spielt uns in die Hände“, freut sich Gabriele Dörner, Betreiberin des Stahlbroder Campingplatzes. Bereits gestern Abend seien die ersten Pfingsturlauber eingetroffen. „Die Masse kommt aber heute. Der Campingplatz ist dann wieder voll“, fügt sie hinzu. „Auch zu Himmelfahrt waren wir ausgebucht“, ergänzt Gabriele Dörner.

Campingplatz Stahlbrode

1,4 Hektar groß ist der Stahlbroder Campingplatz.

22 Dauercamper gibt es hier, die ihre Plätze an den seitlichen Hanglagen haben.

Der Campingplatz existiert seit 1996, im Jahr 2002 hat ihn die Familie Dörner privat übernommen. Zu DDR-Zeiten gehörte das Gelände dem Autobahnbaukombinat Potsdam (ABK).

Überhaupt sei sie mit dem Saisonauftakt seit Öffnung des Platzes am 13. April sehr zufrieden. Allein der April bescherte ihr 237 Gäste, die im Schnitt fünf Tage blieben. „Das war schon beachtlich“, meint Gabriele Dörner, zumal der April 2017 ein Einbruch darstellte.

Mittlerweile gibt es in Stahlbrode schon 22 Dauercamper, die für das ganze Jahr ihren Stellplatz für ihren Campinganhänger oder Wohnwagen gepachtet haben. Dazu gehören auch die Rentner Edelgard und Bernd Wascheröl aus dem Landkreis Märkisch-Oderland. Die Randberliner haben sich nach einer Rügenrundfahrt bewusst für Stahlbrode entschieden. „Wir werden hier von Frau Dörner sehr gut betreut“, sagt Bernd Wascheröl. „Außerdem bin ich leidenschaftlicher Angler“, fügt er hinzu. Und dazu biete sich der Strelasund ja geradezu an.

Ihre ersten Gäste im April seien immer die Angler, erzählt Gabriele Dörner. Dieses Jahr seien aber viele enttäuscht gewesen, weil der Hering infolge des Frostes zu Ostern nicht beißen wollte und auch krank war.

Die Campingplatzchefin, die das Areal seit 2002 privat betreut, kommt übrigens ohne weiteres Personal aus. Es sei schon viel zu tun, aber Personal könne sie nicht bezahlen“, sagt sie. Sie sei froh, wenn nach der Saison noch ein bisschen Geld für Investitionen übrigbleibt. Sie will das Dach auf dem Rezeptionsgebäude erneuern lassen.

„Ich denke, dass wir auch 2018 wieder auf eine Übernachtungszahl von 10 000 kommen“, zeigt sich die Inhaberin optimistisch. Das ist auch nicht unrealistisch. Denn in der Saison sei der Platz schon ausgebucht, erklärt sie.

Mittlerweile habe es sich sogar bis Australien und Südafrika herumgesprochen, dass man in Stahlbrode gut campen kann, erzählt sie stolz. 80 Prozent ihrer Urlauber kämen allerdings aus Deutschland. Aus allen Bundesländern. Die meisten von ihnen seien Kulturtouristen, die vor allem die Angebote in Greifswald und Stralsund nutzen und wirklich alles abgrasen, wie Gabriele Dörner sagt.

Jeder Neuankömmling sei immer fasziniert vom Blick nach Rügen, den man vom Campingplatz aus hat. Außerdem loben die Gäste die hier herrschende Ruhe. „Wir haben keinen Kinderspielplatz hier“, erklärt Gabriele Dörner, „weil Familien mit Kindern nicht das Klientel sind, auf das ich setze. Dafür ist es hier zu klein“.

Etwas abgenommen habe schon im Vorjahr die Zahl der Urlauber, die mit Zelt anreisen, und auch die der Fahrradtouristen. Für die sei es nachts einfach zu kalt, erklärt die Campingplatzchefn. Dafür gebe es mehr Leute, die mit Wohnmobil oder Campinganhänger anreisen.

Mitunter kämen auch Urlauber an, die denken, dass sie sich auf dem alten, damals legendären DDR-Zeltplatz in Stahlbrode befänden, erklärt Gabriele Dörner. Denen erklärt sie dann, dass dem nicht so sei. Denn ihr Campingplatz wurde erst 1996 vom Fremdenverkehrsverein der Gemeinde eröffnet.

Der alte sogenannte Transit-Campingplatz, auf dem damals auch Westdeutsche zelten durften, wurde nach der Wende leider platt gemacht, sagt Gabriele Dörner, die auch stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Sundhagen ist, erbost. Der Platz hatte eine perfekte Infrastruktur, mit Kino, Post, Arztpraxis, Konsum, einer Verkaufsstelle für Bademoden, zählt sie auf. Das sei schon was Besonderes gewesen. Er würde auch heute noch sehr gut laufen, sagt sie. Die Gemeinde hätte dadurch zusätzliche Einnahmen, die sie dringend braucht.

Reinhard Amler

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