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Comedia Povre begeistert ihr Publikum

Jessin Comedia Povre begeistert ihr Publikum

Die Theatergruppe zeigt in der aktuellen Spielzeit „Das Katzenhaus“

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Comedia Povre spielt „Das Katzenhaus“

Da stehen sie, die Gräfin Koschka alias Burgunde Dragheim und Kater Wasja alias Kerstin Notzke, und betteln um ein trockenes Plätzchen im Stall bei Tante Schwein, gespielt von Martina Bochmann.

Quelle: Foto: Anja Krüger

Jessin. Da steht sie nun die Gräfin Koschka alias Burgunde Dragheim mit ihrem Kater Wasja alias Kerstin Notzke – frierend, jammernd und um einen Platz im Stall bettelnd. Sie, die zuvor hartherzig und hochmütig zwei Waisen-Kätzchen die Tür ihres herrschaftlichen Hauses vor der Nase zuschlug. Mit dem Märchen in Versen „Das Katzenhaus“ ist derzeit die Laientheatergruppe Comedia Povre auf Tour in der Region.

Noch vier Aufführungen

„Das Katzenhaus“ führt die Theatergruppe noch viermal in der aktuellen Spielzeit auf.

Die Spielorte

15. Januar: Pflegeheim Franzburg

um 19 Uhr

22. Januar: Hammerscheune Kaschow um 19 Uhr

24. Januar: Pfarrhaus Reinkenhagen um 19 Uhr

28. Januar: SOS-Dorfgemeinschaft Hohenwieden um 16 Uhr

Burgunde Dragheim und Kerstin Notzke sind zwei der Protagonisten. Es ist bereits das 50. Stück, das die Theatergruppe aufführt. Zu elft stehen sie am Mittwochabend im „Haus Sonnenschein“, dem Pflegeheim in Jessin, auf der provisorischen Bühne und begeistern die Bewohner und Mitarbeiter.

Frei übersetzt heiße „comedia povre“ soviel wie armes – primitives – Theater, sagt Bernd-Dietrich Krummacher, der den Ziegenbock mimt. Aber weder von laienhaft noch primitiv hat der Auftritt in Jessin etwas. Mit viel Witz spielen die Frauen und Männer ihr diesjähriges Stück nach Vorlage des Buches des jüdisch-russischen Schriftstellers Samuil Jakowlewitsch Marschak (1887 – 1964).

Kleine Texthänger „vertuschen“ sie beinahe profimäßig. Und wenn dann der Text doch mal ganz weg ist, sitzt da ja noch Norbert Großklaus als Souffleur. „Er ist sehr wichtig und wird für uns immer wichtiger“, sagt Martina Bochmann. „Wir gehören ja nun doch schon zu der etwas älteren Generation“, begründet die Süderholzerin. Sie spielt in dem Stück die Rolle der Tante Schwein.

„Wir spielen das Stück bereits zum zweiten Mal“, erzählt Martina Bochmann. Was sich im Gegensatz zur ersten Spielzeit verändert habe? „Ich bin von der Gräfin Koschka zur Sau geworden“, sagt die Frau aus Willershusen und lacht.

Seit 25 Jahren gibt es die Comedia Povre. „Zwei Stücke pro Jahr studieren wir ein“, berichtet Bernd-Dietrich Krummacher. Geprobt werde immer montags in der Kapelle in Willerswalde. Das Süderholzer Dorf ist auch die Geburtsstätte der Theatergruppe. „Angefangen haben wir mit vier,fünf Leuten“, erinnert sich der Pastor im Ruhestand. Ein Weihnachtsstück, das seinerzeit einstudiert wurde, sei ausschlaggebend gewesen. Inzwischen ist nicht nur die Truppe gewachsen, sie ist mit den Jahren eben auch professioneller geworden. Mit Kurt Planitz-Wächter hat das Ensemble sogar einen Licht- und Tontechniker. Er setzt bei dem aktuellen Stück das brennende Katzenhaus in Szene.

Bernd-Dietrich Krummacher sorgt sich bei jedem Stück um das Bühnenbild. Viele der Requisiten sind selbst hergestellt. So wird aus der Behausung des Barons von Hahn und seiner Henne, gespielt von Helmut Schauseil und Christiane Knoren, im Handumdrehen der Stall des Ziegenpaares – die Zicke gibt in dem Stück Christiane Knorren – und letztendlich auch die Buchte von Tante Schwein. Und mit Alvyda Surkamp hat die Theatergruppe sogar eine Kostümschneiderin in ihren Reihen.

Welches Stück als nächstes einstudiert wird, wissen die Laiendarsteller übrigens noch nicht. „Am liebsten spielen wir Stücke von Moliere oder eben Märchen“, erzählt Martina Bochmann. Entschieden werde das von allen gemeinsam.

Ob es ein Stück gibt, an das sie sich noch nicht rangetraut hätten? „Die Goldtopf-Komödie von Plautus schlage ich jedes Mal vor, aber sie wird immer abgelehnt“, berichtet Krummacher.

Anja Krüger

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