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Cybermobbing: Enthemmt im Netz

Greifswald Cybermobbing: Enthemmt im Netz

Es ist ein Fall von 2007, aber einer, der so ähnlich immer wieder passieren kann, sagt Juristin Gesa Stückmann: Ein paar Schüler eröffneten auf der Internetplattform ...

Greifswald. Es ist ein Fall von 2007, aber einer, der so ähnlich immer wieder passieren kann, sagt Juristin Gesa Stückmann: Ein paar Schüler eröffneten auf der Internetplattform „schuelervz“ Gesprächsgruppen, um über zwei Sport-Asse aus ihrer Klasse herzuziehen. 40 Mitglieder tippten dann Gerüchte und Beleidigungen — nur die Betroffenen hatten keinen Zugang. „Ich war schockiert, als ich gelesen habe, was die dort alles schrieben“, erzählt Gesa Stückmann ihren Zuhörern an diesem Mittwochvormittag. Es ist Präventionstag in der Stadt Greifswald, für vier Schulklassen vom Jahngymnasium, der Arndt- und der Caspar-David- Friedrich-Schule hält die Juristin im Rathaus ein Seminar zu Cybermobbing, per Video-Schalte. Der Fall von 2007 zeige deutlich, wie anders Mobbing heute funktioniere als früher, sagt Gesa Stückmann. Rasend schnell entwickle sich im Netz eine heftige Dynamik. „Wenn man sein Opfer vor sich hat, entwickelt man eher noch Mitleid“, sagt sie. Im Netz fehle das. Auch aus anderen Gründen sei Cybermobbing verbreiteter: „Es geht so leicht.“ Über Facebook, Whatsapp und andere Kanäle ließen sich peinliche Fotos, Videos und vertrauliche Informationen mit wenigen Klicks verbreiten. Ohne Folgen bleibt das für die Täter nicht, wenn das Opfer oder ein Beobachter die Polizei oder einen Juristen einschalten, sagt sie. Im Fall von 2007 hatten Schüler Sätze geschrieben wie „Man sollte die Hexenverbrennung wieder einführen“ oder „Sie ist eine Fotze“. Am Ende, erzählt Stückmann, hagelte es Schmerzensgeldforderungen. Die Schüler selbst wurden zur Verantwortung gezogen, trotz Minderjährigkeit. „Wenn der Täter alt genug ist, um einzusehen, dass es nicht in Ordnung war, muss er selbst bezahlen“, erklärt die Expertin.

Auch das Weiterverbreiten von vertraulichen Daten sei strafbar.

OZ

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