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Damit das Wasser niemals knapp wird

Greifswald Damit das Wasser niemals knapp wird

Bis Ende 2017 wird in Groß Schönwalde ein Sammelbehälter für 3600 Kubikmeter gebaut

Greifswald. Ende des nächsten Jahres ist die Trinkwasserversorgung der Hansestadt völlig neu aufgestellt. Gestern wurde der Grundstein für den letzten Teil dieser Erneuerung gelegt, den Trinkwasserbehälter in Groß Schönwalde mit einem Fassungsvermögen von 3600 Kubikmetern in vier Kammern. Dafür werden bis Ende nächstens Jahres etwa 3,6 Millionen Euro investiert. Bis zu 700 Kubikmeter pro Stunde könnten von hier pro Stunde Richtung Stadt fließen. „Das ist ein guter Tag für Greifswald“, sagte der Geschäftsführer der Stadtwerke Greifswald, Thomas Prauße. „Mit diesem Bau sichern wir nachhaltig die Trinkwasserversorgung der Stadt.“ Es sei auch ein guter Tag für den Prokuristen der Wasserwerke Greifswald GmbH , Detlef Lorke. der kurz vor dem Ruhestand die Grundsteinlegung für den letzten Baustein der neuen Trinkwasserversorgung miterlebe.

1998 sei das Wasserwerk Levenhagen dem Landkreis Ostvorpommern zugesprochen worden, erinnert Lorke. „Wir haben Levenhagen noch zehn Jahre gepachtet“, erzählte der Chef des städtischen Eigenbetriebs.

Stattdessen sei das neue Wasserwerk Hohenmühl gebaut worden. Alle Wasserleitungen wurden erneuert, in der Heinstraße eine Druckerhöhungsstation neu gebaut und eine bestehende in Schönwalde aufgerüstet. „Unser jetzt 103 Jahre altes Wasserwerk hier in Groß Schönwalde haben wir mit viel Liebe instandgesetzt“, zählt er weiter auf.

„Heute haben wir in der Regel in der Woche drei bis vier Schäden an Rohren“, verdeutlichte er die Veränderung. Das sind 150 bis 200 im Jahr 1994 waren es 1560. Im Herbst vergangenen Jahres wurde die letzten Bleileitungen für Hausanschlüsse beseitigt und damit Gesundheitsgefahren gebannt „Davon gab es 1996 noch 780. „Wir haben etwa sechs Millionen Euro in neue Hausanschlüsse investiert.“

Heute freuten sich die Wasserwerken, wenn die Kleingärtner tüchtig gießen. „Vor der Wende gingen die Mitarbeiter abends los und drehten die Hähne an den Kleingartenanlagen zu“, erzählte Lorke. Nur so konnte gewährleistet werden, dass in Schönwalde im fünften Stock das Wasser nicht nur tröpfelte. Allerdings hat der Gesamtverbrauch um zwei Drittel von 9,6 Millionen 1988 auf aktuell 3,2 Millionen Kubikmeter abgenommen. „Wir könnten auch jetzt 9,6 Millionen Wasser liefern“, so Lorke. Engpässe bei der VerWenn es dieses Jahr dank heißen Septembers mal wieder 100000 Kubikmeter mehr seien, dann freue das die Wasserwerker. Dass nun ein neuer Speicher gebaut wird, das liegt daran, dass die beiden bisherigen Behälter von 1905 (!) und 1982 am Ende ihrer Lebenszeit angekommen sind. „Wir haben seit 128 Jahren eine zentrale Wasserversorgung in Greifswald“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Arthur König. Die Trinkwasserqualität in der Hansestadt sei sehr hoch, sie rangiere in Deutschland in der Spitzengruppe, stellte Stadtwerkechef Prauße fest. Auch der Geschmack sei gut. Damit das so bleibt, werde in Groß Schönwalde investiert. Mindestens 50 bis 50 Jahre könne der neue Trinkwasserbehälter genutzt werden. Er wird 42 mal 30 Meter groß sein und sieben Meter über und drei unter die Erde reichen. Es wird bereits gebaut.

Eckhard Oberdörfer

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